Montag April 21
Gleich drei Weltpremieren deutscher Hersteller werden jetzt auf der "Auto China" (bis 28. April) in Peking präsentiert. Während Audi mit dem Q5 den kleinen Bruder des Q7 enthüllt, zeigt Daimler die Serienversion des Mercedes-Benz GLK. Porsche überrascht mit dem Cayenne Turbo S. Die "Auto China" ist mit 120 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche die größte Automobilmesse Chinas. Sie findet alle zwei Jahre im Wechsel mit der Shanghai Motor Show statt. Erwartet werden etwa 660 000 Besucher.Zu sehen gibt es unter anderem das im Oktober 2008 in Deutschland auf den Markt kommende SUV von Mercedes, das optisch über Anleihen der G-Klasse und des GL verfügt. Entsprechend kantig und bullig tritt das 4,53 Meter lange, fünfsitzige Kompakt-SUV mit der steilen Windschutzscheibe, der aufrechten Front und den kurzen Überhängen sowie der geraden Dachlinie auf. Die vom vorderen Kotflügel bis zum hinteren Scheinwerfer verlaufende Sicke verleiht dem auf der Plattform der C-Klasse stehenden GLK im Verein mit der ebenfalls leicht ansteigenden Fensterlinie aber auch eine gewisse Eleganz.
Der neue Mercedes will sich nicht nur mit der kernigen Erscheinung, sondern auch mit einem hochwertigen Innenraum und durch besondere Geländetauglichkeit vom Wettbewerb abheben. Daher wird es den GLK zunächst ausschließlich mit dem Allradsystem 4Matic geben, durch das die Straßenversion auch offroad-tauglich wird. Das Antriebsmoment wird zu 45 Prozent auf die Vorder- und zu 55 Prozent auf die Hinterachse geleitet. Zudem sorgt das elektronische Traktionssystem 4ETS für ein erhöhtes Antriebsmoment an den Rädern. Darüber hinaus kann das "Offroad-Technik-Paket" geordert werden. Damit wird auf Knopfdruck ein spezielles Fahrprogramm aktiviert, das die Schaltpunkte der Siebengang-Automatik variiert, Gas weicher annimmt und die Geländerfunktion des ESP aktiviert.
Die Motorenpalette beginnt mit dem Vierzylinder-Dieselmotor mit 125 kW/170 PS Leistung und einem maximalen Drehmoment von 400 Nm. Als zweiter Selbstzünder wird der 3,0-Liter-Sechszylinder mit 165 kW/224 PS angeboten. Zudem stehen zwei Ottomotoren zur Wahl: der 3,0-Liter-Benziner mit 170 kW/231 PS und der 3,5-Liter-Benziner mit 200 kW/272 PS. Die Preise des GLK beginnen bei rund 40 350 Euro für die kleinste Dieselvariante. Der kleine Benziner kostet gut 43 550 Euro und sowohl der große Selbstzünder als auch der große Ottomotor sind im Kompakt-SUV mit Stern für rund 46 000 Euro zu haben.
Ein paar Stände weiter ist einer der Konkurrenten des GLK zu sehen. Audi präsentiert die Serienversion des Q5, ohne Preise zu nennen. Die kleinere Ausgabe des Luxus-SUV Q7 rollt ebenfalls im Herbst zu den Händlern. Der 4,63 Meter lange Q5 nutzt Technik-Komponenten des A4 und soll in Ingolstadt vom Band laufen. Wie der GLK von Mercedes, tritt auch der neue Audi gegen Wettbewerber wie den BMW X3, den VW Tiguan oder den Volvo XC 60 an. Im Vergleich zum Stuttgarter wirkt er aber wie ein rund gelutschtes SUV-Bonbon. Ohne Ecken und Kanten rangiert er optisch eher im Bereich des Tiguan als in der Nähe des X3 oder des GLK.
Trotz permanentem, heckbetontem Allradantrieb, bei dem bis zu 65 Prozent des Drehmoments an Vorder- und bis zu 85 Prozent an die Hinterachse geleitet werden können, ist der Q5 mehr ein Reise-SUV als ein Geländegänger. Im Vergleich zum kompakten Stuttgarter verfügt er mit 2,81 Metern über einen sechs Zentimeter längeren Radstand. Sie kommen dem komfortablen Innenraum mit seinen praktischen Staufächern, Getränke- und Flaschenhaltern (auf Wunsch auch kühlbar) und Stromanschlüssen zugute. Optional liefert Audi die sogenannte "Rücksitzbank plus", die sich um 100 Millimeter längs verschieben lässt und eine Durchlade bietet. Eine klappbare Lehne ist für den Beifahrersitz zu haben, um lange Objekte wie ein Surfbrett zu transportieren.
Für den Antrieb stehen drei Motoren zur Wahl: Der neu entwickelte 2,0-Liter-TFSI-Benziner vereint Turboaufladung mit Benzin-Direkteinspritzung und die variable Steuerung des Ventilhubs, das Audi valvelift System. Das Aggregat leistet 155 kW/211 PS. Ebenfalls aus vier Zylindern und zwei Litern Hubraum schöpft der TDI mit neuer Common-Rail-Einspritzanlage. Sein maximales Drehmoment von 350 Nm liegt ab 1 750 U/min an, die Leistung beträgt 125 kW/170 PS. Als stärksten Motor für den Q5 bietet Audi den 3,0-Liter-Selbstzünder mit 175 kW/240 PS.
Mit ganz anderen Werten wartet der Porsche Cayenne Turbo S auf, den die Zuffenhauser in Peking erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Damit feiern sie die erste Weltpremiere auf chinesischem Boden. Angetrieben von einem Achtzylindermotor mit Biturboaufladung und 4,8 Litern Hubraum stehen 404 kW/550 PS zur Verfügung. Das maximale Drehmoment von 750 Nm liegt bei 2 250 U/min an. In 4,8 Sekunden soll der Standardsprint absolviert sein, mit 280 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Fast 132 800 Euro kostet der Spaß, Hochleistung-Keramikbremsen inklusive. Wie für die Modellreihe üblich, verfügt auch der Turbo S über Allradantrieb mit einer Kraftverteilung von 38 Prozent zu 62 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse.
Die anderen deutschen Hersteller bieten Neuheiten, die lediglich den chinesischen Markt betreffen oder bisher dort nicht bekannt waren. Beispielsweise zeigt Volkswagen mit dem New Bora und dem Lavida zwei Stufenheck-Fahrzeuge, die es ausschließlich im Reich der Mitte zu kaufen geben wird. Der Markt dafür scheint groß genug zu sein, denn die beiden Modelle erscheinen bis auf ein paar Design-Elemente nahezu gleich. Bei BMW zählen der X6 und die runderneuerte 1er-Reihe samt der kraftstoffsparenden Technik "Efficient Dynamics" zu den Highlights. Ford lüftete den Schleier vom neuen Fiesta. Auch Opel präsentiert Bekanntheiten wie den Astra und die Studie Flextreme. Für großes Interesse sorgt der Smart Fortwo, der 2009 zu den chinesischen Händlern rollt. Der Kleinstwagen wird unter dem Schriftzug "Das Original" vorgestellt. Damit wird einerseits deutlich, dass Smart es sich nicht nehmen lassen will, nach den USA auch im bevölkerungsreichsten Land der Welt zu punkten. Andererseits ist das als Kampfansage an Fahrzeugkopierer zu verstehen. Rechtliche Schritte gegen einige Produktpiraten wurden schon vor längerer Zeit eingeleitet und weitere werden folgen, wie Dieter Zetsche am Rande der Auto China erklärte. Silke Koppers/mid
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Halbe Raten für die 6 neuen Familienmodelle: z.B. der neue Renault Clio Grandtour ab 44,- |
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| Durchschnittspreis | 1.535 | 1.575 | 1.575 | 1.671 |
| Günstigster Preis | 1.498 | 1.519 | 1.519 | 1.579 |