- unauffälliger, bei Bedarf aber starker Vortrieb- sparsam |
- bemerkenswert straff |
- bisweilen etwas hölzern |
- ausreichender Sitzkomfort im Fond |
- Fondsitzlehnen nicht umklappbar |
- recht umfassende Ausstattung |
- teurer als entsprechender Audi oder BMW |
Wirklich sparsam
Der Hersteller gibt den Verbrauch des C 350 CGI mit 8,3 Liter auf 100 Kilometer an. Im Vergleich mit der Sechszylinder-Konkurrenz liegt der Mercedes hiermit gut. Der A4 3.2 FSI Multitronic benötigt laut Audi zwar nur 8,2 Liter, ist aber auch fast 30 PS schwächer. Der BMW 335i Automatik braucht laut Hersteller gleich 9,2 Liter. Unser Mercedes 350 CGI schluckte in der Praxis 9,6 Liter - immer noch wenig für einen 300-PS-Benziner. Den niedrigen Verbrauch bekommt Mercedes hin, obwohl der C 350 CGI ausschließlich mit Automatik geliefert wird. Die Siebengang-Automatik wechselt die Gänge recht sanft. Per Hand kann man nur über den Wahlhebel herauf- oder herunterschalten. Denn Schaltpaddles am Lenkrad gibt es lediglich als Bestandteil des AMG-Sportpakets, das mit 2.374 Euro (für Elegance) nicht ganz billig ist.
Aerodynamik-Feinschliff und mehr
Zum niedrigen Spritverbrauch tragen neben dem besonderen Einspritzverfahren weitere Elemente bei. Dazu gehören einerseits Leichtbaumaßnahmen wie eine leichte Frontscheibe, gewichtsoptimierte Dämmmaterialien oder Leichtbaufelgen. Andererseits bemühte sich Mercedes um die Reduzierung von Roll- und Luftwiderstand - durch Leichtlaufreifen, besonders aerodynamisch geformte Außenspiegelgehäuse und eine schaltbare Kühlerjalousie. Außerdem wird die Servopumpe der Lenkung automatisch abgeschaltet, wenn sie nicht benötigt wird.
Dämpfung reguliert sich von selbst
Das Fahrwerk besitzt serienmäßig das Agility-Control-Paket mit einer amplitudenabhängigen Dämpfung. Dabei handelt es sich nicht um elektronisch geregelte Stoßdämpfer, sondern die Dämpfung verstellt sich auf hydromechanischem Wege von selbst. Bei dynamischer Fahrweise oder auf schlechten Straßen wird so automatisch eine höhere Dämpfkraft eingestellt. Das Fahrwerk wirkt bemerkenswert straff, vor allem im Vergleich mit der noch aktuellen E-Klasse. Wer gewohnt ist, dass das Lenkrad nach dem Auslenken von selbst vollständig zurückkommt, wird sich bei der hier serienmäßigen Parameterlenkung, einer geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung, umgewöhnen müssen.
Serienmäßiger Tempomat
Im Innenraum gibt es das gewohnte Mercedes-Ambiente. Die Vordersitze lassen sich mechanisch in Fahrtrichtung einstellen, während Höhe und Lehnenneigung elektrisch justiert werden. Mit den in unserem Wagen eingebauten optionalen Multikontursitzen lässt sich darüber hinaus die Sitzbreite einstellen. So lässt sich zumindest am Rücken ein guter Seitenhalt erreichen - an den Oberschenkeln lässt er etwas zu wünschen übrig. Sehr angenehm gerade auf langen, eintönigen Autobahnfahrten ist der einfach zu bedienende Tempomat. Parkbremse und Motorstarter werden auf konventionelle Art bedient, also nicht per Knöpfchen wie beim VW Passat.
Weniger Kofferraum als beim Passat
Der Sitzkomfort im Fond ist gut, es gibt ausreichend Knie- und Kopffreiheit, allerdings auch nicht mehr als etwa in einem VW Golf. Der Kofferraum bietet 475 Liter Volumen - etwa soviel wie im Audi A4 oder BMW 3er, aber fast 100 Liter weniger als beim VW Passat. Wer längere Gegenstände transportieren will, wird die fehlende Umklappmöglichkeit der Fondsitze vermissen.
Ab 47.511 Euro
Der C 350 CGI ist mit seinem Preis von 47.511 Euro nicht eben günstig, wie der Vergleich mit der Konkurrenz zeigt: Ein BMW 335i Automatik ist für 44.490 Euro zu haben, ein Audi A4 3.2 FSI Multitronic schon ab 40.700 Euro. Der C 350 CGI wird in der namenlosen Standardausstattung sowie ohne Aufpreis als Elegance mit aufrecht stehendem Markenstander oder als Avantgarde mit in den Grill integriertem Stern geliefert. Zur recht umfangreichen Ausstattung zählen in beiden Fällen ESP, sieben Airbags, elektrische Fensterheber rundum, elektrisch einstellbare Außenspiegel, eine Klimaautomatik, ein CD-Radio, eine Fahrlichtautomatik, Nebelscheinwerfer, Alufelgen und ein Tempomat.
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