Eigener Schick und viel Ausstattung
Neben dem großzügigen Platzangebot überzeugt der Innenraum mit solider Verarbeitung und wertigen Materialien. Die leicht zum Fahrer geneigte Mittelkonsole und zwei kreisrunde Bedieneinheiten links und rechts vom Lenkrad folgen nicht dem Autobau-Mainstream. Funktionalität und Erreichbarkeit leiden darunter keineswegs. Die von uns getestete Top-Ausstattung s bietet unter anderem mit elektrisch einstellbaren Ledersitzen zudem viel Ausstattung und Komfort. Allein die in der Mittelkonsole untergebrachte Digitaluhr im Stil im 1980er-Jahre wirkt nicht mehr sonderlich modisch.
Bis zu 2.322 Liter Stauraum
Dafür beeindruckt das große Gepäckabteil mit zeitgemäßer Variabilität. Der Kofferraum bietet Platz für stolze 625 Liter. Die hintere Sitzbank ist einfach im Verhältnis 60 zu 40 umlegbar. Der Clou: Beim Umlegen senkt sich automatisch die Beinauflagefläche mit ab. Der dann leicht aufsteigende, schick ausgekleidete Stauraum fasst üppige 2.322 Liter. Verzurrösen, Gepäckhaken und zusätzliche Staufächer runden den positiven Eindruck ab.
Kein Sprintkönig
Der Kyron ist mehr Lastenträger denn Sprinter. In Anbetracht von über zwei Tonnen Gewicht und der nicht sonderlich windschlüpfrigen Form sind bei 141 Diesel-PS und 310 Newtonmeter Drehmoment keine Wunder in Sachen Vortrieb möglich. Mit der Fünfgang-Automatik soll der 100-km/h-Sprint in 14,2, mit Sechsgang-Schaltgetriebe in 16,2 Sekunden zu Ende sein. Die Höchstgeschwindigkeit gibt SsangYong mit 166 km/h an. Auf unserer Testfahrt bog sich die Tachonadel bis zur 180-km/h-Marke. Um diese rasanten Regionen zu erreichen, braucht man viiiiiieeel Anlauf. Der nur mäßige Durchzug verhindert auf Landstraßen so manches Überholmanöver. Vor allem auf bergigen Strecken muss man die Automatik per Handschaltmodus in eine niedrigere Gangstufe zwingen, um den Motor auf Touren zu halten. Der sanft arbeitende Wandler könnte die Gangwechsel durchaus noch eine Spur spontaner ausführen.
Sparsam, doch zunächst nur mit Euro 3
Wer sich einen SUV mit mehr Dynamik wünscht, braucht eben auch deutlich mehr Leistung. Solche PS-Protzer können sich angesichts rasant steigender Spritkosten jedoch nur noch betuchte Autofahrer leisten. Da bietet der Kyron mit seinem zurückhaltenden Temperament einen entscheidenden Vorteil: Der Korea-Klettermax begnügt sich laut Hersteller mit nur 8,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Ein Spitzenwert in seinem Segment. Nur der Kia Sorento 2.5 CRDi LX Automatik geht ebenso sparsam mit den Weltenergiereserven um. Wermutstropfen beim Kyron ist jedoch die vorläufige Zertifizierung nach der Euro-3-Abgasnorm. Erst im Verlauf von 2006 soll der Kyron Euro-4-fit werden. Die zunächst noch mit Euro 3 verkauften Fahrzeuge sollen zu einem späteren Zeitpunkt mithilfe eines Software-Updates nachträglich Euro-4-konform emittieren.
Aufwendiges Fahrwerk, viele Regelsysteme
Zwar gehört der Kyron nicht wie der bereits erwähnte BMW X5 zu den Dynamikern der Allrad-Fraktion. Trotz Leiterrahmen fallen die Nachteile dieser stabilen Konstruktion dank aufwendiger Fahrwerkskomponenten nicht übermäßig ins Gewicht. Erstaunlich leichtgängig, präzise und agil lässt er durch Kurven dirigieren und quittiert die Querbeschleunigung mit noch dezenten Wankbewegungen. Droht die Haftung abzureißen, hält das Stabilitätsprogramm ESP das Dickschiff auf Kurs. Ohnehin gibt es reichlich Regelelektronik an Bord: Neben dem obligatorischen ABS gehören außerdem ASR, EBD, ABD, BAS, ARP (Active Rollover Protection) und sogar die Bergabfahrkontrolle HDC bereits zur Serienausstattung.
Geländeausflug gefällig? Kein Problem
Behände bewegt sich die 4WD-Version des Kyron auch im Gelände. Bei der Allradvariante kann man per Drehknopf zwischen Zwei- und Vierradantrieb variieren. Über den gleichen Knopf ist außerdem eine Getriebereduktion zuschaltbar. Obwohl kein ausgekochter Steilwand-Akrobat, lässt er sich dennoch gut und sicher auch abseits befestigter Straßen bewegen. Neben den vielen elektronischen Helfern sind außerdem noch die steife Leiterrahmenkonstruktion und die großen Räder für den Einsatz im Gelände hilfreich.
Ein echter Preishammer
Nicht nur beim bereits erwähnten Spritverbrauch, auch beim Kaufpreis bietet der Kyron für kühne Rechner besonders überzeugende Argumente. Nur 23.900 Euro kostet die 2WD-Version, 26.900 Euro die Allradvariante. Wohlgemerkt: stets mit Dieselmotor. Zwar bietet der Mitbewerber Kia mit dem Sportage einen kompakten SUV bereits für 18.750 Euro. Doch ist dieser 30 Zentimeter kürzer und als günstiges Einstiegsmodell nur mit einem Benzinmotor kombiniert. Mit einem 113-PS-Diesel kostet der kleinere Korea-Konkurrent bereits 24.685 Euro. Mit mehr Leistung, leicht besserer Ausstattung und seinem geräumigen Innenraum steht der Kyron insgesamt deutlich besser da als der Kia.
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SsangYong Actyon
Mit dem Actyon will die koreanische Automarke die Herzen der europäischen Autofahrer begeistern. Hier der Clip... |
| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.078 | 1.148 | 1.148 | 1.231 |
| Günstigster Preis | 1.012 | 1.082 | 1.082 | 1.149 |