Härtetest für den Neuling
Dienstag August 22
Ferrari ist stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Die nächste startet am Donnerstag (24. August) mit der "Panamerican 20,000".
Um seine Leistungsfähigkeit zu beweisen, betreibt Ferrari Motorsport auf höchstem Niveau. Ob GT-Klasse oder Formel 1: Die Scuderia ist vorne mit dabei. Doch die Sportwagenschmiede aus Maranello unterzieht auch seine Serienmodelle immer wieder ganz speziellen Härtetests. So geschehen vor knapp einem Jahr, als zwei 612 Scaglietti auf Abenteuertour durch China unterwegs waren. Ab Donnerstag, den 24. August, steht die nächste strapaziöse Tour auf dem Programm. Diesmal hat Ferrari zwei Exemplare der neuen V12-Berlinetta 599 GTB Fiorano dazu auserkoren, 20.000 Meilen auf dem amerikanischen Kontinent zurückzulegen. Startpunkt ist die Stadt Belo Horizonte im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, Zielort ist die US-amerikanische Ostküstenmetropole New York City.
Genau wie beim letztjährigen Event legen die umgerechnet rund 32.000 Kilometer keine Profifahrer, sondern Journalisten zurück. Dabei stehen neben Brasilien und den USA noch 14 weitere Länder auf dem Streckenplan. Nach dem Start geht es in südwestliche Richtung über Argentinien nach Chile, um dort nach Norden erst die bolivianische und dann die peruanische Grenze zu passieren. Die weitere Route führt die Sportwagen und ihre Piloten nach Ekuador und Kolumbien, um dann die mittelamerikanischen Staaten Panama, Costa Rica und Nicaragua zu erreichen. Über Honduras, El Salvador, Guatemala und Mexiko landen die italienischen Sportler schließlich in Los Angeles an der Westküste der USA. Von dort geht es über Las Vegas, Houston, Miami, Washington D.C. und nach einem Abstecher über Kanada nach New York City, wo am 17. November der Zieleinlauf zelebriert wird.
16 Länder und 32.000 Kilometer an 55 Tagen: Nicht nur auf die Fahrer wartet bei der "Panamerican 20,000" ein Extremtest. Auch die beiden Autos müssen einiges aushalten. Obwohl es auf den ersten Blick unpassend scheint: Ferrari greift nicht auf Geländewagen, sondern auf zwei Boliden der eigenen Modellpalette zurück. Sogar auf das Neueste, was die Sportwagenschmiede derzeit zu bieten hat: Den 599 GTB Fiorano. Ob den Rennern in Rot und Schwarz ihre zwölf Zylinder, sechs Liter Hubraum und 620 PS sowie die Fahrleistungen (von Null auf Hundert in 3,7 Sekunden, mehr als 330 km/h Topspeed) in Amerika helfen, scheint eher fraglich. Vielmehr gilt es, Strapazen wie schlechte Straßen, minderwertigen Sprit oder die dünne Höhenluft zu meistern.
Unterstützung erhält Ferrari bei der "Panamerican 20,000" vor allem von den italienischen Landsleuten. Iveco begleitet die beiden Sportwagen mit zwei Daily-Kleintransportern, die Werkzeug und Ersatzteile an Bord haben, und einem City Class-Minibus. Pirelli liefert drei verschiedene Reifentypen, damit die Ferraris für alle Untergründe gerüstet sind.
Man darf gespannt sein, ob sich Ferrari bei der "Panamerican 20,000" ähnlich gut schlägt wie auf den Rennstrecken dieser Welt.
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