Mittwoch Juli 23
mid-Meldung vom Juli 1978: Ein erstes Anti-Blockier-System (ABS) für Autos hat Daimler-Benz bereits 1970 in Zusammenarbeit mit Teldix vorgestellt. Da sich in die Elektronik jedoch Schwächen eingeschlichen hatten, sah Mercedes vorerst von einem Einbau in seine Fahrzeuge ab. Die Versuche mit dem ABS-System wurden jedoch fortgesetzt, bei Teves mit dem Anti-Skid-System und bei Bosch unter Übernahme der Teldix-Sicherungen 1975 in Zusammenarbeit mit Daimler-Benz und BMW.Beide Unternehmen wollen das System in ihre Fahrzeuge einbauen. BMW beabsichtigt, es ab November 1978 als Sonderausstattung gegen Aufpreis für seine 7er Reihe anzubieten, Mercedes wird es zunächst im Spitzenmodell der S-Klasse, dem 450 SEL 6.9 auf Wunsch einbauen; ab 1979 gibt es dann das ABS als Sonderausstattung auch für die 280 S- bis 450 SEL-Typen.
Heute (2008) gehört das Sicherheitssystem zur Standardausstattung fast aller in Deutschland erhältlichen Pkw. Der Verband der europäischen Automobilindustrie (ACEA) hatte sich 2004 verpflichtet, alle Fahrzeuge mit weniger als 2,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht serienmäßig mit ABS auszurüsten. Weltweit gesehen, wird rund ein Viertel aller Neuwagen mit dem Sicherheitssystem bestückt, das dafür sorgt, dass das Kraftfahrzeug auch bei einer Vollbremsung lenkbar bleibt.
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