Nissan greift Porsche an. Mit dem neuen GT-R bringen die Japaner erstmals einen Supersportwagen nach Mitteleuropa. Nach der Europapremiere auf dem Genfer Salon stellt sich das 353 kW/480 PS-Kraftpaket dem deutschen Publikum auf der Auto Mobil International (AMI, vom 5. bis 13. April) in Leipzig vor. Die Markteinführung ist für Anfang 2009 vorgesehen.
In Japan ist der GT-R bereits seit Ende 2007 auf dem Markt, eine Linkslenker-Variante behielt der Hersteller den europäischen Fans bislang jedoch vor. Highlight des Allraders ist das Antriebssystem in Transaxle-Bauweise, die eine ausgeglichene Gewichtsverteilung garantiert. Die 588 Nm Drehmoment des 3,8-Liter-Biturbo-Sechszylinders werden über das hinten eingebaute Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe bei Bedarf an alle vier Reifen geleitet. Der Fahrer schaltet über Wippen am Lenkrad oder überlässt im Stop-and-Go-Verkehr und bei rutschigen Fahrbahnverhältnissen der Automatik die Arbeit.
Ohnehin lässt sich der Japaner nach Belieben den persönlichen Vorlieben des Fahrers anpassen: Getriebecharakteristik, Stabilitätskontrolle und Fahrwerk sind manuell einstellbar. Ein Multifunktions-Display zeigt Informationen wie Beschleunigungs- und Seitenführungskräfte, ideale Schaltpunkte oder die Drosselklappenöffnung an und gibt so eine Rückmeldung zur Fahrweise. Die Konkurrenz will Nissan aber nicht nur technisch, sondern vor allem preislich unter Druck setzen: Der voraussichtliche Preis von rund 80 000 Euro ist in dieser Leistungsklasse ein attraktives Angebot.
Mittwoch Januar 23
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