- kraftvoller Motor für den Kleinen- sauber schaltbare Sechsgang-Schaltung |
- blitzschneller Allradantrieb für super Traktion- XDS hilft in der Kurve |
- eigenständig, aber nicht übertrieben- innen sehr schick |
- auf 333 Exemplare limitiert- Vollausstattung erspart Entscheidungen |
Wirft sich rein
Einen derart kleinen quattro hatte Audi bisher nicht im Angebot und auch bei der Konkurrenz werden wir nicht so recht fündig: Weniger als vier Meter Gesamtlänge, kombiniert mit einem Allradantrieb, finden wir nur beim Land Rover Defender Station Wagon 90, beim Suzuki Swift 1.2 4x4, beim Suzuki Grand Vitara 2.4 Dreitürer und beim Toyota Urban Cruiser 1.4 D-4D 4x4. Keines der genannten Modelle kommt auch nur annähernd an die dynamischen Qualitäten des kleinen Ingolstädters heran - wie wir beim Rumkurven auf schwedischem Eis sofort spüren.
Total verspielt
Zwar schickt der A1 quattro seine Momente am liebsten an die Vorderachse, aber sobald es dort zu Traktionsproblemen kommt, wandert die Kraft über eine Lamellenkupplung innerhalb von Sekundenbruchteilen nach hinten. So werfen wir den Audi-Zwerg in die Drift-Kurve und der Winzling scheint geradezu zu jauchzen. Er stellt sich ein bisschen quer, rotiert seine Hinterräder ordentlich durchs Eis und lässt sich dabei phänomenal kontrollieren. Übersteuerungstendenzen bringt der A1 quattro nicht mit. Das ESP ist hier auf dem abgesperrten Eisgelände natürlich aus. Fürs präzise Kurvennehmen hat der A1 auch noch die elektronische Differenzialsperre XDS an Bord. Diese bremst bei Bedarf ein oder beide kurveninneren Räder ab. Wer den Eingriff nicht spürt, hört ihn: Mit lautem Knirschen rackern die Bremsklötze auf den Scheiben. Wir sind jedenfalls sofort eins mit dem Wagen, haben seine Maße umgehend drin. Dank seiner ungeheuerlichen Verspieltheit wächst uns der Kleine sofort an Herz.
Quirliger Wicht
265 PS hat der Allrad-Gnom unter der Haube, sein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter liegt bei einem komfortablen Drehzahlniveau von 2.500 bis 4.500 U/min an. In 5,7 Sekunden wuselt der A1 quattro auf Tempo 100, mit bis zu 245 km/h schießt der Winzling durch die Gegend. Immerhin müssen sich also die schweren, bei 250 km/h abgeregelten Limousinen in Sachen Vmax nicht vor dem A1 fürchten. Beim Heizen übers kalte Eis hängt unser Wuchtbrummer freudig am Gas, knurrt und gurgelt sich willig nach vorn. Die Sechsgang-Handschaltung flutscht dabei perfekt. Die stets auf der Lauer liegende Kraft sprüht unserem A1 quattro aus allen Poren. Der Verbrauch geht dabei für einen 265-PS-Wagen in Ordnung: 8,6 Liter sacken laut Werk im Schnitt pro 100 Kilometer aus dem Tank.
Aus teuer wird teurer
49.900 Euro verlangt Audi für einen A1 quattro. Das ist teuer für ein Auto aus der Kleinwagen-Klasse. Aber teurer wird es wegen der oben bereits erwähnten Vollausstattung für die Erstkäufer nicht. Da es nur 333 A1 quattro geben wird, ist ein schneller Wertzuwachs garantiert - der Wagen wird eher verteilt als verkauft. Deutschland muss sich mit zirka 60 der flinken Allrad-Knirpse zufrieden geben. Wer sich jetzt nicht entscheiden möchte, muss dann noch ein Weilchen warten: Ein Audi S1 wird zwar nicht genau so wie der A1 quattro kommen, aber immerhin wird er kommen.
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