- kräftiger, Benziner-ähnlicher Durchzug- sehr leise bei allen Drehzahlen |
- gute Dämpfung auf allen Wegen- sportliches Kurvenverhalten |
- schick, auf europäischen Geschmack getrimmt |
- im Fond recht knapp für Große |
- guter Serienumfang |
- nur als Fünftürer |
Ein Schuss MPS
Die MPS-Modelle bilden die Spitze der Mazda-Motorengruppe. Sowohl Mazda 6 MPS als auch 3 MPS mussten sich ein paar Modifizierungen gefallen lassen, um die enormen Triebwerkskräfte verarbeiten zu können. Der Dritte, der in den Genuss von gezielten Verstärkungen kommt, ist unser 2,0-Liter-Diesel-Modell. So wurde die Aufnahme der Federbeine verbessert. Außerdem kommt ein kräftigerer Träger in den Mitteltunnel. Das Fahrwerk arbeitet jetzt mit größeren Querstabilisatoren und auch die Feder- und Dämpferraten wurden vollkommen neu abgestimmt. Wie wirkt sich das im Alltagsbetrieb aus?
Leckere Mischung
Ich fahre mit dem Mazda 3 mit Zweiliter-Diesel durch Stadt, Land und über die Autobahn. Immer das gleiche Ergebnis: Das gesamte Fahrverhalten wirkt auf den ersten Blick einlullend familientauglich, aber nach ein paar Minuten brechen die Sportler-Gene des Japaners durch. Die Lenkung spricht direkt an und kommt mir sogar etwas weniger schwergängig als beim MPS-Modell vor, wobei das Lenkrad an sich ruhig ein bisschen dicker sein könnte. In die Kurve legt sich der Wagen, ohne mit einem abrupten Lastwechsel zu schocken. In stabiler Schräglage zieht er um die Ecken. Die im Vergleich zu den anderen Mazda-3-Varianten (außer 3 MPS) vergrößerten Bremsen verzögern das Fahrzeug gleichmäßig und optimal. Dabei weigert sich die Karosserie zu nicken. Unebenheiten aller Art werden weggedämpft, nur akustisch dringen sie bis zu den Insassen durch. Mazda ist hier eine anziehende Mischung aus Komfort und Sportlichkeit gelungen.
Der fehlte noch
Wer es mit dem Mazda 3 sportlich krachen lassen will, der greift zum MPS-Modell, welches im Moment ein halbes Jahr im Voraus bestellt werden muss. Wer bei sportlicher Anmutung auch noch ein bisschen sparen wollte, der guckte bis jetzt in die Röhre. Um auch diesen Fahrern zu helfen, hat Mazda jetzt den aus dem Mazda 5 und dem Mazda 6 bekannten 2,0-Liter-Turbodiesel ins Kompaktmodell gepflanzt. Beim Tritt aufs Gas spurtet der Wagen erfrischend los. Weder von der Soundkulisse noch vom Anzug her meint man, von einem klassischen Diesel gezogen zu werden. Schnell und ruhig sind die Prädikate, die dem Selbstzünder zustehen. Kein Vergleich mit dem schmerzhaft nach Traktor klingenden Zweiliter-Diesel des Toyota Auris. In 9,9 Sekunden überfährt die Mazda-Maschine die 100-km/h-Linie. Der Anzug stuft sich perfekt bis zum sechsten Gang durch. Erst hier, ab zirka 180 km/h wird es ein bisschen gemütlicher. Aber immerhin geht es noch bis zur Maximalgeschwindigkeit von 203 km/h weiter.
Dreht stark
Die Japaner haben in Sachen Diesel aufzuholen. Entwicklungsarbeit, die Peugeot zum Beispiel schon vor Jahren geleistet hat, wird erst in jüngster Zeit in Angriff genommen und belastet natürlich das Budget. Die gute Kehrseite der Medaille: Am Ende kommen sehr moderne Diesel heraus. Das Zweiliter-Aggregat legt zum Beispiel ein Drehmoment von 360 Newtonmetern an die Kurbelwelle. Der VW 2.0 TDI muss da mit 40 Newtonmetern weniger auskommen. Eine verstärkte Antriebswelle war nötig, um das Drehmoment zu handlen. 143 PS galloppieren aus den vier turbobedrückten Zylindern. Trotz aller Kraftprotzerei: Der Diesel geht recht sparsam zur Sache: 6,0 Liter des preisgünstigen Kraftstoffs gönnt er sich auf 100 Kilometern.
Selbst zünden, selbst schalten
Auch die manuelle Sechsgang-Schaltung des Diesel-Modells mit dem großen Selbstzünder basiert auf der Getriebeeinheit des Performance-Modells MPS. Sie ist dermaßen direkt und präzise, dass ein Verschalten unmöglich erscheint. Für Hakler ist kein Platz in der Schaltungswelt unseres Testwagens. Exakt und chirurgisch sauber erfolgt die Einteilung der Momente, wobei der sechste Gang, wie bereits erwähnt, der gemütlichste ist. Wer das Haar in der Suppe sucht: Der Schaltknüppel könnte ebenso wie das Lenkrad ruhig noch ein paar Gramm zulegen, damit sein Umfang ein wenig anschwillt. Über eine Automatik wird bei Mazda im Moment nachgedacht, allerdings ist sie in den nächsten zwei Jahren definitiv noch nicht verfügbar.
|
|
|
Mazda Historie
Die Entwicklung der Mazda Modelle von 1920 - 2008 |
|
Mazda 6 Sport Kombi
Nun ist die Palette des neuen Mazda 6 komplett. Nach der Stufenheckversion, die bereits im November vergangenen Jahres präsentiert wurde, kommt nun der Sport Kombi hinzu. |
|
Mazda 6
Der neue Mazda 6 ist länger, breiter, höher, aber auch emotionaler und sportlicher als sein Vorgänger. Ab den 16. Februar 2008 wird er ab 22.400€ zu kaufen sein. |
| |
Halbe Raten für die 6 neuen Familienmodelle: z.B. der neue Renault Clio Grandtour ab 44,- |
|
Fotos, News, Tests, Videos und mehr zur Lieblingsmarke:
· Porsche · BMW · Volkswagen |
| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
|---|---|---|---|---|
| Durchschnittspreis | 1.359 | 1.46 | 1.459 | 1.544 |
| Günstigster Preis | 1.313 | 1.413 | 1.413 | 1.499 |