Wieder eine "Entscheidungswoche" für Opel. Im Rennen um die Übernahme des Autobauers Opel hat der Fiat-Konzern sein Angebot nun kurzfristig nachgebessert. Um den Vorsprung von Magna aufzuholen, haben die Italiener der Bundesregierung ein verändertes Konzept vorgelegt. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nannte keine Einzelheiten, deutete aber laut der Deutschen Welle an, dass Fiat jetzt bereit sei, mehr eigene Risiken zu tragen. Auch von Magna werden Regierungskreisen zufolge noch Veränderungen erwartet, insbesondere Abstriche bei dem bislang geplanten massiven Stellenabbau am Opel-Standort Bochum. Keines der vorgelegten Konzepte aber sei ohne Risiken, so der Minister.
Das letzte Wort wird ohnehin nicht in Berlin gesprochen. Es kommt vom Mutterkonzern General Motors (GM) oder der US-Regierung. Der amerikanische Konzern könnte schon in den nächsten Tagen in die Insolvenz gehen. Sollten bei den Übernahmeangeboten aber die Risiken so groß sein, dass Bürgschaften ausfallen könnten, müsse man auch eine Opel-Insolvenz in Betracht ziehen, hieß erneut in Berlin.
Sonntag Mai 24
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