Coupéhafte Form
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, aber mit ein wenig Augen-Zudrücken erkennt man im XF ein viertüriges Coupé. Kein Wunder, basiert der Einstiegs-Jaguar doch auf der Plattform des großen Coupés XK und ähnelt diesem in der Seitenansicht nicht unwesentlich. Das der XF noch eine Seltenheit auf Deutschlands Straßen ist, merkt man an der Aufmerksamkeit, die der Viertürer von den Passanten bekommt. Keine Rotphase an der Ampel vergeht ohne die neugierigen Blicke aus den Autos nebenan.
Sitze bieten wenig Seitenhalt
Im Innenraum umschmiegt das helle Leder der Sitze unseren Allerwertesten. Optisch mag das Gestühl sehr ansprechend sein, zur forschen Gangart, die Motor und Fahrwerk ermöglichen, passen sie mangels Seitenhalt jedoch nicht. Der gemächliche Jaguar-Cruiser, der nur von A nach B kommen möchte, wird allerdings Gefallen an der bequemen Bestuhlung finden. Bei der restlichen Interieur-Gestaltung wurde offensichtlich mit dem Rotstift hantiert. Viel billig wirkendes Plastik und nach Imitaten ausschauendes Holz trüben den ansonsten schlüssigen Gesamteindruck des XF. Beispielsweise lässt sich der Lautstärkeregler so leicht bedienen, als hätte er überhaupt keine Funktion. Auch die Blenden der Mittelkonsole scheinen einen fast anzuspringen mit den Worten: "Ich bin aus Plastik!"
Alles, was das Herz begehrt
Wie es sich für eine Ausstattungsvariante mit dem Namen "Premium Luxury" gehört, umfasst das Paket alles, was gut und teuer ist. Dazu gehören unter anderem LED-Heckleuchten, eine Einparkhilfe hinten, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, die erwähnte Lederausstattung, eine Klimaautomatik, eine Bluetooth-Schnittstelle, ein 320-Watt-Soundsystem und ein Multimediasystem mit Sieben-Zoll-Touchscreen. Gegen Aufpreis sind ein elektrisches Schiebedach, eine Metallic-Lackierung, bis zu 20 Zoll große Leichtmetallfelgen, ein beheizbares Lenkrad, ein Navigationssystem, ein TV-Anschluss und Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht erhältlich.
Teurer als Konkurrenz
Wer sich ernsthaft für den Selbstzünder-XF interessiert, der muss mindestens 49.370 Euro beiseite legen. Soll es die Topausstattung Premium sein, sind 54.380 Euro fällig. Das ist nicht gerade ein Schnäppchen, vor allem wenn man die Preise der Konkurrenz betrachtet. Audi verlangt für den 190 PS starken Audi A6 2.7 TDI 39.900 Euro, der BMW 525d mit einer Leistung von 197 PS schlägt mit 42.400 Euro zu Buche. Ein Mercedes E 280 CDI mit 190 PS kostet mindestens 44.328 Euro.
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