Dienstag März 25
Auch bei einer kurzen Unterbrechung der Fahrt sollte das Rad immer mit einem soliden Schloss geschützt sein. 30 Prozent der Fahrraddiebstähle gehen nämlich, so die Statistik der Polizei, auf Spontandiebe zurück. Dabei schützt allerdings das einfache Abschließen noch lange nicht vor Langfingern. Denn neben den spontanen Dieben treiben regelrechte Banden ihr Unwesen, die auch abgeschlossene Räder auf Kleintransporter packen und die Schlösser später in aller Ruhe knacken. Daher wird das Rad am besten an einen Fahrradständer, Laternenmast oder Zaun angeschlossen.
Ist kein Laternenmast oder eine andere Befestigungsmöglichkeit vorhanden, hilft die "Rudelbildung", um Diebstähle zu verhindern. Werden mehrere Räder aneinander geschlossen, entsteht schon mal ein mehr als 30 Kilogramm wiegendes Gebilde, das nicht einfach auf einen Kleintransporter gewuchtet wird.
Bei hochwertigen Rädern hilft es wenig, wenn beim Schloss einige Euro gespart werden. Sind solche Räder mit einem Billigschloss vom Baumarkt "gesichert", haben es Dieben zu einfach. Zehn Prozent des Fahrradwertes, so die Faustregel, sollte man mindestens in das Schloss investieren. Schwere Kettenschlösser oder Schlösser mit einem soliden Vierkantbügel schrecken Diebe allein schon deshalb ab, weil das Knacken dieser Sicherungen übermäßig viel Zeit in Anspruch nimmt.
Absolute Diebstahl-Sicherheit bietet jedoch kein Schloss. Daher geht es darum, den Langfingern die Arbeit nicht auch noch zu erleichtern. Diebe benutzen gerne Wagenheber oder sogenannte Picking-Werkzeuge, um die Schlösser zu knacken. Erschwert wird ihr Handwerk zum Beispiel dadurch, dass man das Schloss so platziert, dass im Innenraum des Bügels wenig Platz zum Ansetzen des Wagenhebers entsteht. Eine schwer zugänglich nach unten ausgerichtete Schlüsselöffnung macht den Zugang mit Picking-Werkzeugen komplizierter. Alexander Robinson/mid
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