Der Dodge Nitro im Fahrbericht
Mittwoch April 25
Der neue Dodge Nitro soll ab Juni für ordentlichen Radau im SUV-Segment sorgen. Anders als in den USA gibt es ihn bei uns als 177 PS starken Diesel mit einem strafferen und agileren Fahrwerk. Der Preis: 26.890 Euro.
Die Optik ist alles andere als brav. Das mächtige chrom-blitzende Fadenkreuz versprüht pure Aggressivität. Der Nitro strotzt vor Kraft. Das kantige Blechkleid mit den brachialen Radkästen erinnert an die Hot-Rods der 50er Jahre. Die aufpreispflichtigen 17-Zöller passen zum selbstbewussten Auftritt. Charakteristisch sind die Kanten und gerade Linien. Passend dazu Fenster, die an Schießscharten erinnern, jedoch eine miserable Sicht nach hinten bieten. Die optionale Einparkhilfe ist für den 4,60 Meter langen Boliden deshalb Pflicht. Nicht schöne sind die Plastikgriffe, dafür aber unverwüstlich. Der Nitro ist eben ein Auto für echte Kerle, die zupacken und wenig Wert auf schicken Schnick-Schnack legen. Im bulligen Dodge kommt sofort Cowboy-Feeling auf. Durch die hohe Sitzposition fühlt man sich wie der König der Straße. Der durchzugstarke 2,8 Liter Commonrail-Turbodiesel mit 177 PS nagelt ordentliche 410 Newtonmeter auf den Asphalt. Wählt man die Automatikversion, sind es sogar 460 Nm. So beschleunigt der Nitro in 11,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht unter lautem Getöse eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.
Trotz Starrachse, Frontantrieb und hohem Schwerpunkt überrascht das Handling des Zwei-Tonners positiv. Kein nerviges Geschaukel, sondern ein angenehm straffes Fahrwerk. Dazu kommt eine für diese Klasse recht direkte Lenkung. Nur die Bremsen könnten ordentlicher zupacken. Die freizeitorientierte Käuferschicht freut sich über das pfiffige Load and Go-System - ein herausziehbarer Ladeboden mit einer Tragkraft von bis zu 189 Kilo. Das maximale Stauvolumen beträgt 2.000 Liter. Der Beifahrersitz ist umklappbar. Die zweite Reihe bietet auch Großgewachsenen ausreichend Platz. Das optionale DVD-Entertainment-System stellt den Nachwuchs bei langen Reisen ruhig. Multimedia gibt es auch vorne: Ein Anschluss für MP3-Player und eine 20 Gigabyte-Festplatte im DVD-Navi - für 2.600 Euro Aufpreis, versteht sich.
Vier Airbags, ESP und Klimaanlage sind Serie. Das Cockpit wirkt aufgeräumt und die Instrumente sind gut ablesbar. Die Verarbeitung im Innenraum ist solide. Jedoch ist das billige Hartplastik ein haptischer Alptraum. In der gehobenen Ausstattungsvariante SXT ist ein zuschaltbarer Allradantrieb serienmäßig mit an Bord. Die Kraft wird gleichmäßig auf Vorder- und Hinterachse verteilt, zusätzliche Sperren gibt es nicht. 17 Grad Böschungswinkel und eine Bodenfreiheit von 21 cm reichen zwar nicht für schweres Gelände, doch ein Abstecher durch Wald und Wiesen ist allemal drin. Der Verbrauch des Nitro liegt laut Hersteller bei 8,6 Liter. Ein ordentlicher Wert für einen Zwei-Tonnen-Schrank und auf Augenhöhe mit dem vergleichbaren Kia Sorento.
Fazit: Der Nitro ist eine echte Macho-Karre, nach dem man sich auf der Staße umdreht. Zu Recht, denn zumindest optisch ist er eine echte Bereichung der ansonsten oft biederen SUV-Riege.
Den ausführlichen Fahrbericht zum Dodge Nitro sehen Sie in Motorvision, Folge 177, am Mittwoch (25. April), 20:30 Uhr im DSF.
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