1.9 TDI mit 105 PS
Der kleinere von den beiden Selbstzündern ist ein seit langem bekannter Geselle. Er werkelte schon im Vorgänger Bora und arbeitet in vielen Modellen des VW-Konzerns. Er spurtet in 11,9 Sekunden auf Tempo 100 und ist damit etwa zwei Sekunden langsamer als der größere Diesel mit 140 PS. Doch auch mit dem kleinen Diesel fühlt man sich flott. Der Spritverbrauch bleibt mit 5,2 Litern auf 100 Kilometer sehr niedrig, der 140-PS-Bruder braucht allerdings auch nicht viel mehr. Ein Grund dafür mag das Sechsgang-Getriebe des 2.0 TDI sein der kleinere Diesel muss mit fünf Gängen auskommen. Der Preisunterschied ist mit 2.150 Euro so groß, dass wir zu dem kleineren Diesel tendieren würden.
Großer Kofferraum
Im Innenraum gibt es keine erkennbaren Unterschiede zum VW Golf. Und auch im Fond ist etwa ebenso viel Platz wie im Schrägheckauto. Das heißt: Selbst für große Erwachsene gibt es mehr als genug Raum. In den Kofferraum passen stattliche 527 Liter. Zum Vergleich: Beim Golf passen nur 350 Liter hinein, wenn man die Rückbank nicht umlegt. Auch im Vergleich zu Konkurrenzmodellen ist es ein guter Wert. Auch die Höhe der Laderaumkante ist für eine Stufenhecklimousine akzeptabel. Der Kofferraum öffnet sich nicht nur nach hinten, sondern auch nach oben, sodass das Beladen in der Regel keine Schwierigkeiten machen sollte.
Umklappbare Rücksitzbank
Wer längere Gegenstände befördern möchte, profitiert von der serienmäßig umklappbaren Rücksitzlehne. Die Fondbank bleibt dabei wie beim Golf an ihrem Platz, sodass sich keine ebene Ladefläche ergibt.
Sperriges kaum transportabel
Durch die asymmetrisch geteilte Rücksitzlehne können neben einem langen Gepäckstück auch noch ein oder zwei Passagiere im Fond mitreisen. Wer allerdings etwa einen Kühlschrank oder einen großen Fernseher transportieren möchte, muss entweder einen Dachträger anschaffen oder gleich ein Stufenheckauto wie den VW Golf wählen.
Ungeliebte Stufenhecklimousinen
Stufenhecklimousinen sind hierzulande in der Golfklasse nicht besonders beliebt. Das liegt nicht nur daran, dass man Sperriges schlecht transportieren kann, sondern auch an ästhetischen Vorlieben. Zu den Vorteilen von Stufenheckmodellen zählt jedoch der große Gepäckraum, der meistens größer ist als bei der entsprechenden Schrägheckvariante so auch beim Jetta. Außerdem sind Wertgegenstände sicherer als im Innenraum eines Schrägheckautos aufgehoben.
Ab 18.950 Euro
Die Preise für den Jetta beginnen bei 18.950 Euro. Die Ausstattungen heißen wie beim Golf Trendline, Comfortline und Sportline. Die Basisversion besitzt dieselbe Sicherheitsausstattung wie der Golf also sechs Airbags, ABS und ESP. Wie beim Golf gibt es außerdem elektrisch einstellbare Außenspiegel und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Während das Schwestermodell jedoch serienmäßig nur vorne elektrische Fensterheber hat, besitzt der Jetta vier davon. Außerdem hat er dem Schrägheckler eine automatische Gepäckraumöffnung, eine Klimaanlage, 16-Zoll-Stahlräder sowie ein vollwertiges Reserverad voraus.
Weiß und Blau
Während es beim Golf die Farben Weiß und Blau ohne Aufpreis gibt, gilt das beim Jetta nur für Weiß. Der von uns gefahrene 2.0 FSI ist ab 21.150 Euro zu haben, und für den 1.9 TDI zahlt man mindestens 20.950 Euro.
Mazda, Toyota, Ford und Renault
Zur Konkurrenz des Jetta zählen der Mazda 3 und die Stufenheckversionen des Toyota Corolla, des Ford Focus und des Renault Mégane. Bei allen lassen sich die Fondlehnen umklappen. Der schickste Viertürer in diesem Vergleichsfeld ist für uns der Mazda. Das liegt wohl daran, dass hier der hintere Überhang nicht so auffällig ist. Der VW streckt sein Hinterteil für unseren Geschmack etwas zu weit heraus.
Preis eher im oberen Bereich
Bei den Preisen liegt das Einstiegsmodell des Jetta im oberen Mittelfeld. Für den Mazda 3 werden in der vergleichbaren Ausstattung Active bei ähnlicher Motorisierung 19.090 Euro fällig. Hier sind allerdings sogar CD-Radio und Klimaautomatik an Bord. Den Focus gibt es mit 100 PS ab 18.025 Euro, doch hat diese Version nur vorne elektrische Fensterheber. Der Toyota kostet lediglich 17.800 Euro; hier ist zwar ein CD-Radio Serie, dafür nur zwei elektrische Fensterheber. Noch günstiger ist der Mégane als Sondermodell Avantage mit 113 PS und gehobener Ausstattung für 17.300 Euro. Und im Vergleich zum Publikumsliebling Golf? Ein vergleichbar ausgestatteter Fünftürer kostet mit dem 102-PS-Motor 17.730 Euro, ist also etwa 1.000 Euro günstiger.
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