- laufruhiges Aggregat- präzise Schaltung |
- komfortable Abstimmung |
- sensibel bei schnell genommenen Querfugen |
- gutes Platzangebot |
- kleiner Kofferraum |
- reichhaltige Serienausstattung- günstiger Anschaffungspreis |
Gutes Platzangebot
Obwohl der SX4 als Fünftürer mit einer Länge von 4,15 Meter kompakt ausfällt, bietet sich uns ein luftiger Innenraum. Dafür sorgt die niedrige Schulterlinie in Verbindung mit großen Seitenscheiben. Überrascht werden wir von dem guten Platzangebot hinten. Auch wenn ein 1,90 Meter großer Fahrer hinter dem Lenkrad Platz nimmt, bleibt hinten genügend Fußraum übrig, damit eine zweite Person gleicher Größe bequem hinter ihm sitzen kann. Eher durchschnittlich fällt der Gepäckraum aus: Bei stehenden Lehnen passen dort nur 270 Liter hinein, werden die Polster umgeklappt, reicht es für 625 Liter Inhalt.
Motoren mit mehr Leistung
Der dritte Bestandteil der SX4-Überarbeitung betrifft die Motoren. Sowohl der Benziner als auch der Diesel wurden optimiert. Beide Aggregate sind jetzt stärker und erfüllen die Euro-5-Abgasnorm. Im Fall des Ottomotors mit 1,6 Liter Hubraum arbeiten nun 120 PS statt bisheriger 107 unter der Haube. Dadurch steigt das Drehmoment, trotzdem sinken der Verbrauch und die CO2-Emissionen. Der Selbstzünder bekam sogar eine Hubraumspritze um 46 Kubikzentimeter. Das Ergebnis nennt sich 2.0 DDiS, die Common-Rail-Maschine stammt von Fiat, deren Modell Sedici baugleich mit dem SX4 ist. Ein Leistungssprung von 120 auf 135 PS ist die Folge, ebenso eine deutliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes um bis zu 22 Prozent. Den neuen Verbrauch beziffert Suzuki auf 5,5 Liter bei der SX4-Allradversion.
Laufruhiges Aggregat
Doch genug der nackten Zahlen, wie fährt sich der Neue? Wir nehmen das griffige Lenkrad in die Hand und geben Gas. Eine gewisse Zeit nach dem Kaltstart bleibt das Common-Rail-Aggregat im Ohr präsent, ehe es in eine gedämpfte Tonlage verfällt. Hier merkt man die umfangreichen Dämmarbeiten von Suzuki. Es geht zügig voran, präzise wechseln wir durch die sechs Gänge. Dabei können wir uns ab Stufe fünf schaltfaul bewegen, 50 km/h sind ohne Rucken möglich. Großen Verdienst daran hat das auf 320 Newtonmeter gestiegene Drehmoment, was zudem bereits bei 1.500 Umdrehungen anliegt. Schnell ist die Autobahn erreicht, auf der sich ab etwa 100 km/h ein leichter, aber nicht störender brummiger Unterton in die laufruhige Motormelodie mischt.
Harmonisches Fahrwerk
Das Fahrwerk erweist sich als gut abgestimmt, einzig bei schnell genommenen Querfugen wird das Ergebnis spürbar weitergereicht. Als gut durchdacht erweist sich der 1.500 Euro teure Allradantrieb. Über eine Taste in der Mittelkonsole kann der Fahrer auch unterwegs zwischen Zweiradantrieb oder einer automatischen Allrad-Regelung wählen. Als dritten Modus gibt es die "4WD-Lock"-Möglichkeit. Hier wird das Antriebsmoment im festen Verhältnis von 50:50 zwischen den Achsen verteilt. Das soll bis zu einem Tempo von 60 km/h für eine sichere Traktion auf rutschigem Untergrund sorgen. Die Bodenfreiheit der Offroadvariante beträgt 19 Zentimeter und reicht für leichte bis mittlere Geländeaufgaben. Der Diesel ist nur in dieser Ausführung zu haben, während es den Benziner auch als tiefer liegenden "Streetline" gibt.
Preiswert im wahren Wortsinne
Den Durchschnittsverbrauch des neuen Diesel im SX4 gibt Suzuki mit durchschnittlich 5,5 Liter für die Allradversion an, wir kamen bei flotter Fahrweise laut Bordcomputer auf einen Liter mehr. Besondere Pluspunkte holt sich der Japaner im Bereich der Ausstattung. Die Topvariante namens Comfort beinhaltet schon serienmäßig alles, was man zum Leben braucht. Dazu gehören eine Klimaautomatik, ein Tempomat, eine Sitzheizung und ein CD-Radio mit neun Lautsprechern. Das alles gibt es für 21.400 Euro, 400 Euro weniger als beim alten Selbstzünder. Konkurrenz für den SX4 ist schwer zu finden: Der baugleiche Bruder Fiat Sedici kostet mit vergleichbarer Ausstattung 23.810 Euro. Skoda ruft für den etwas längeren Yeti in der ab November 2009 erhältlichen Basisversion mit 110-PS-Diesel 22.690 Euro auf.
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