Vier Motoren stehen zur Auswahl
Der von uns getestete Golf mit Cross-Optik wird von einem 1,4-Liter-TSI-Motor mit 140 PS angetrieben. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h dauert 9,4 Sekunden und endet bei Tempo 193. Der Sprint fühlt sich subjektiv langsamer an, dennoch ist die Motorisierung völlig ausreichend und man fühlt sich auch bei Überholvorgängen nicht untermotorisiert. Dank DSG-Getriebe hat der Fahrer die Wahl, ob er die Automatik für sich arbeiten lässt oder die Gänge per Wahlhebel oder Paddles am Lenkrad manuell schaltet. In beiden Modi werden die Gänge zügig und ohne Rucken gewechselt. Als Alternativ-Aggregate stehen ein Otto-Motor mit 1,6 Litern Hubraum und 102 PS sowie zwei TDI-Motoren mit 1,9 und 2,0 Litern Hubraum sowie 105 beziehungsweise 140 PS zur Verfügung.
Weniger Komfort als erwartet
VW spendiert dem Golf mit dem Schlechtwegefahrwerk, welches im Übrigen auch für einige andere Modelle erhältlich ist, eine etwas härtere Federung. Grund für das straffere Fahrwerk ist die höhere Karosserie und die dadurch stärkere Wankneigung des Fahrzeugs. Darunter leidet der Komfort, den man von der Mixtur aus SUV und Van erwartet hätte. Während kleinere Schläge noch problemlos weggebügelt werden, gerät der CrossGolf besonders auf welliger und kurviger Strecke ins Schaukeln. Die Lenkung fühlt sich leicht indirekt an, möglicherweise liegt das an der hohen Bauweise der Karosserie und nicht an der Lenkung.
Bessere Rundumsicht
Der größte Unterschied im Vergleich zum klassischen Golf ist die um etwa zehn Zentimeter erhöhte Sitzposition der Passagiere. Dadurch verbessert sich die Übersicht im Stadtverkehr. Durch die um bis zu 16 Zentimeter längs verschiebbare Rückbank, ist das Platzangebot im Fond variierbar. Je nach Position beträgt das Kofferraumvolumen 395 bis 505 Liter. Zudem lässt sich die Lehne in mehreren Stufen in der Neigung verstellen. Wird sie komplett umgeklappt, stehen bis zu 1.450 Liter Stauraum mit ebener Ladefläche zur Verfügung. Unter dem nach oben klappbaren Kofferraumboden befindet sich ein zusätzliches Utensilien-Fach.
Ausstattung basiert auf Golf Plus Sportsline
Die Grundausstattung des VW CrossGolf basiert auf der Sportsline-Variante des Golf Plus. Diese enthält ohne Aufpreis unter anderem ein Lederlenkrad, Sportsitze mit integrierten Schubladen unter den Sitzflächen, Klimaanlage und ein kühlbares Handschuhfach. Im CrossGolf kommen zum Beispiel die bereits erwähnten 17-Zoll-Räder, Nebelscheinwerfer und Schlechtwegefahrwerk hinzu. Sehr praktisch ist die optionale 230-Volt-Steckdose im Fond. So können auf großer Fahrt Handy, Notebook oder Ähnliches geladen werden. An den Lehnen der Vordersitze befinden sich Klapptische mit Getränkehalter. Gegen Aufpreis sind für das neue Golf-Modell beispielsweise eine iPod-Vorbereitung, eine DVD-Anlage für die Rücksitze, Parksensoren und Bi-Xenon-Scheinwerfer erhältlich.
102 PS ab 22.851 Euro
Den Einstieg in die CrossGolf-Palette markiert für 22.851 Euro die Variante mit 102 PS starkem Benziner-Motor. Das von uns getestete Modell mit 1,4-Liter-TSI-Motor und einer Leistung von 140 PS kostet 26.749 Euro. Vergleicht man den Preis mit dem des Golf Plus Sportsline mit ähnlicher Ausstattung, ergibt sich laut VW ein Preisvorteil von 2.100 Euro. Bestellbar ist der Crosser aus Wolfsburg bereits seit Dezember 2006, die ersten Modelle sollen Anfang Februar 2007 bei den Händlern stehen.
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