Frisch ans Werk
Dienstag Februar 26
Mini gibt sich auf dem diesjährigen Genfer
Autosalon besonders sportlich: Die John Cooper Works-Varianten des Dreitürers und Clubman feiern Weltpremiere.
Eine Hochleistungsvariante des Kleinwagens Mini zeigt sich mit dem Namenszusatz "John Cooper Works" erstmals auf dem Genfer Automobilsalon (6. bis 16. März). Wie im "normalen" Cooper S schlägt unter der kurzen Haube ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Herz. Allerdings basiert es auf jenem Triebwerk, das in den Rennern der Mini Challenge zum Einsatz kommt, präsentiert sich demzufolge in einem besseren Fitnesszustand. Die hauseigene Tuningschmiede schlägt satte 36 PS drauf und generiert damit satte 211 PS aus dem per Twin-Scroll-Turbo unter Druck gesetzten Motörchen. Das maximale Drehmoment von 260 Nm liegt bei 1.850 U/min an und kann per Overboost kurzzeitig auf 280 Nm gesteigert werden.
Der Hauptgrund für die Leistungssteigerung liegt in der Peripherie des Aggregats versteckt. Die Ingenieure des Haustuners haben die Luftzu- und -abfuhr optimiert sowie den Turbolader (er bläst nun mit maximal 1,3 statt 0,9 bar Ladedruck) angepasst. Luftfilter, -massenmesser und Katalysator zeigen sich ebenso verbessert wie die Abgasanlage, die im Vergleich zum Serien-Cooper S für eine markantere Soundkulisse sorgt. Doch auch am Vierzylinder selbst hat man Hand angelegt. Zylinderblock, Kolben, Lagergehäuse, Ventile, Nockenwellen, Schlepphebel - der Mini "JCW" bringt allerlei Rennsporttechnik auf die Straße.
Schneller als die Konkurrenz
Mit seinen Fahrleistungen setzt sich der neue Mini John Cooper Works an die Spitze der kleinen Knallbüchsen. Von Null auf Hundert geht es bei Bedarf in nur 6,5 Sekunden (Clubman: 6,8), der Topspeed liegt bei beiden Varianten bei 238 km/h. Andere leistungsstarke Kleinwagen wie etwa der VW Polo GTI Cup Edition oder der Opel Corsa OPC sind in beiden Disziplinen deutlich langsamer. Die Kraftübertragung auf die Vorderräder besorgt ein manuelles Sechsgang-Getriebe. Optimismus versprüht der Hersteller in Sachen Spritverbrauch: Der gedopte Mini soll sich mit nur 6,9 Litern (Clubman: 7,0) im Schnitt begnügen.
Neben einer Sportbremsanlage hat der Mini JCW weitere Besonderheiten zu bieten: Die elektrische Servolenkung soll nach dem Druck auf die Sporttaste deutlich präziser zu Werke gehen als im Normalzustand, und auch das Gaspedal soll deutlich spontaner ansprechen. Das Fahrwerk zeigt sich straffer abgestimmt als beim Cooper S. Wer es auf die harte Tour braucht, kann aber auch ein um nochmals zehn Millimeter tiefer gelegtes Sportfahrwerk installieren lassen. Im Gegensatz zu den leistungsschwächeren Mini-Varianten ist das Stabilitätsprogramm DSC inklusive Traktionskontrolle und Berganfahrhilfe serienmäßig an Bord. Wie bei Fahrzeugen aus dem BMW-Konzern üblich, kann das System komplett ausgeschaltet werden. Ist dies der Fall, aktiviert sich automatisch ein elektronisches Vorderachs-Differential, welches hilft, die Power des Turbomotors einigermaßen kontrolliert auf die Straße zu bringen.
Umfangreiches Zubehörprogramm
Der JCW rollt serienmäßig auf mit 205/45er Reifen bestückten 17-Zoll-Leichtmetallfelgen im Kreuzspeichendesign. Wer aus seinem Highspeed-Mini auch optisch ein besonders heißes Eisen machen möchte, kann sich im Zubehörprogramm bedienen. Dieses enthält neben einem Aerodynamikpaket einen Heckflügel, Carbon-Spiegelkappen und spezielle Einfassungen für die Seitenblinker. Wie üblich können verschiedene, mit den zehn zur Verfügung stehenden Außenfarben kontrastierende Dachlackierungen und -dekore geordert werden. Das Interieur, ab Werk mit Dreispeichen-Sportlenkrad, 260 km/h-Tacho und dem Stoffbezug "Checkered" ausgerüstet, kann ebenfalls individuell aufgewertet werden. Der Zubehörkatalog bietet neben Lederpolstern unter anderem Sportsitze, Carbonleisten, ein Navigationssystem und Bluetooth- sowie USB-Schnittstellen.
Der Mini John Cooper Works rollt im August zu Preisen ab 27.700 Euro zu den Händlern. Als Kombivariante Clubman kostet der kleine Sportler 29.500 Euro.
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