Freitag März 28
Das Erfolgsrezept ist bereits vom Mini bekannt: Man nehme ein beliebtes Auto der 60er Jahre, verpacke es in eine niedliche Retro-Hülle und stelle es zu den Händlern. Der kultverdächtige Kleinstwagen Fiat 500 ist ein Lifestyle-Flitzer, der genau wie sein britischer Wettbewerber mehr auf optische Reize als auf Alltagsnutzen setzt. Mit dem 1,4-Liter-Benzinmotor und einer Leistung von 73 PS/100 PS ist der 500er ab 12 500 Euro zu haben.Der italienische Dreitürer besticht bereits auf den ersten Blick durch seine kugelige Karosserie mit kurzen Überhängen und steil nach hinten ausgestelltem Po. Von vorn wird der Niedlichkeits-Bonus des Kleinen durch die abgerundete Front mit den runden Scheinwerfern noch unterstrichen. Das Kreismotiv setzt sich im Innenraum an Tacho, Bord-Computer, Lüftungsöffnungen und Tasten fort. Selbst die tellerförmigen Kopfstützen nehmen das Motiv auf. Der kurze Schalthebel mit dem kugeligen Knauf ist direkt unterhalb der Bedienelemente für Lüftung, Klimaanlage und Co. in der Mittelkonsole der Armatur integriert. Die hohe Position vereinfacht den Gangwechsel und spart der rechten Hand lange Wege zwischen Schalthebel und Instrumentenbedienung.
Der Topmotor der Baureihe schöpft seine Kraft aus 1,4 Litern Hubraum. Obwohl die Leistung von 100 Pferdestärken für ein derart kleines Fahrzeug zunächst recht ordentlich erscheint, antwortet der Fiat beim Tritt auf das Gaspedal lediglich mit bedächtigem Vortrieb. Das maximale Drehmoment von 131 Nm liegt bei 4 250 U/min recht spät an. Den Spurt von null auf 100 km/h absolviert der Fiat in 10,5 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 182 km/h. Bei Kurvenfahrten fällt die wenig präzise Lenkung auf, während bei Autobahnfahrten die Insassen aufgrund des weich abgestimmten Fahrwerks ordentlich durchgeschüttelt werden. Dennoch macht der 500 Spaß. Im Stadtverkehr ist er zügig unterwegs und erfreut mit seiner Wendigkeit. Die manuelle Sechsgang-Schaltung ist genau und knackig ausgelegt; lediglich der erste Gang hakelt ein wenig. Der Testverbrauch von rund 7,7 Litern Superbenzin ist akzeptabel. Bei der Steuer fallen jährlich 94,50 Euro an, für die Kfz-Haftpflichtversicherung müssen beispielsweise bei der AXA 593 Euro im Jahr bezahlt werden.
Im Innenraum erfreuen bei der Ausstattung "Sport" bequeme Sitze, die selbst Großgewachsenen eine angemessene Sitzfläche bieten. Aufgrund einer fehlenden Auffangrille oberhalb der Türen werden die Sitzflächen bei Regen jedoch schnell von Wasserflecken verunstaltet. Die Kopffreiheit vorn ist ordentlich bemessen und erlaubt großen Insassen, bequem Platz zu nehmen. Im Fond geht es dagegen sehr beengt zu und die Sitzplätze sind eher für den Transport von Kindern als von Erwachsenen geeignet. Bei der Mitnahme von Handtaschen, Sonnenbrillen und Reiseproviant müssen sich die Passagiere aufgrund mangelnder Ablagen auf das Wesentliche beschränken. Ein geschlossenes Handschuhfach sucht man vergebens. Dafür findet der Beifahrer eine versteckte Ablage in der Mittelkonsole.
Der Großeinkauf ist ebenfalls besser mit einem anderen Fahrzeug zu erledigen. Das Kofferraumvolumen beträgt 185 Liter bis 610 Liter. Da wird es spätestens nach der ersten Getränkekiste eng. Für das Schließen der geöffneten Heckklappe hat Fiat den Deckel an der Innenseite mit einer praktisch gemeinten, jedoch zu klein geratenen Schlaufe versehen.
Für die Sicherheit der Insassen sorgen im Fiat 500 sieben Airbags sowie das beim 1,4-Liter-Benziner serienmäßige ESP mit Berganfahrhilfe. Für die anderen Motoren kostet der Schleuderschutz 350 Euro Aufpreis. Auch ein höhenverstellbares Lenkrad, elektrische Fensterheber, eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung sowie ein MP3-fähiges CD-Radio gehören zur Grundausstattung. Optional erhältlich sind unter anderm eine "Follow-me-home"-Funktion für das weiter leuchtende Abblendlicht nach Verlassen des Fahrzeugs, eine Klimaautomatik sowie Parksensoren. Nettes Extra ist der Heckscheibenwischer, der beim Einlegen des Rückwärtsgangs automatisch aktiviert wird, vorausgesetzt, die Scheibenwischer-Anlage ist eingeschaltet.
50 Jahre nach dem Debüt der ersten Generation hat Fiat den italienischen "Käfer" neu aufgelegt und dabei vor allem auf ein schickes Blechkleid und jede Menge Charme gesetzt. Für die Individualisierung des Piccolo stehen dem modebewussten 500-Liebhaber laut Hersteller dank zahlreicher Lackierungen, Sitzfarben und anderer Design-Elemente rund 550 000 Varianten zur Verfügung. Ein gelungenes Comeback. Sabine Schwarz/mid
Teststeno Fiat 500:
Dreitüriger Kleinstwagen mit vier Sitzplätzen, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 3,55 Meter/1,63 Meter/1,49 Meter/2,30 Meter, Wendekreis: 9,5 Meter, Kofferraumvolumen: 185 bis 610 Liter;
Motor mit Getriebe: 1,4-Liter-Vierzylinder-Ottomotor mit manuellem Sechsgang-Getriebe, 74 kW/100 PS, max. Drehmoment: 131 Nm bei 4 250 U/min, Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h, 0 - 100 km/h in 10,5 s, Verbrauch 6,3 l/100 km, Testverbrauch 7,7 l/100 km, CO2-Ausstoß: 149 g/km; Steuern pro Jahr 94,50 Euro, Beiträge bei der AXA-Versicherung: KH 593 Euro (Typklasse 16, SF 1, Zulassung Düsseldorf, 100 Mio. Euro pauschal mit Schutzbrief), VK 365 Euro (Typklasse 14, SF 1, 300/150 Euro Selbstbeteiligung), TK 75 Euro (Typklasse 17, 150 Euro Selbstbeteiligung); Preis ab 12 500 Euro.
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Halbe Raten für die 6 neuen Familienmodelle: z.B. der neue Renault Clio Grandtour ab 44,- |
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· Porsche · BMW · Volkswagen |
| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.506 | 1.553 | 1.554 | 1.651 |
| Günstigster Preis | 1.455 | 1.507 | 1.507 | 1.559 |