- laufruhiges Aggregat- jetzt mit Automatik verfügbar |
- gutes Federwerk |
- synthetische Lenkung |
- Hochwertigkeit innen und außen |
- Übersichtlichkeit nach hinten eingeschränkt |
- günstiger Einstieg in die Jaguar-Welt |
- dicke Aufpreise |
Auf Wunsch mit Bentley-Touch
Wer sich das optionale Sport-Paket leistet, darf auf Ledersitzen mit diamantförmigen Doppelnähten Platz nehmen. Nicht nur, dass sich derartiges Gestühl angenehm an den Körper schmiegt, wir kennen diese Art der Verarbeitung schon von einer anderen Marke: Bentley. Platz gibt es auch im Fond genug, und die Rücklehne der zweiten Reihe lässt sich einem großen Stauraum zuliebe geteilt umklappen: 1.415 Liter Raum können dann mit Gepäck befüllt werden. Ein kleiner Wermutstropfen: Wegen der hohen Lehne im Fond und dem nach hinten abfallenden Dach bleibt nur noch ein recht schmaler Schlitz für den Blick in den Rückspiegel nach hinten.
Straffer als erwartet
Von seinem ganzen Auftritt her halten wir den X-Type für einen gemütlichen Cruising-Wagen - und verbinden damit unfairer Weise die Erwartung, dass uns ein butterweiches Fahrwerk zum Wanken einlädt. Aber nichts dergleichen passiert, auch scharfe schnelle Kurven lassen uns nicht zu sehr kippeln. Die Fahrzeugbasis, der Vorgänger des aktuellen Ford Mondeo aus dem früheren Jaguar-Mutterkonzern Ford, wurde hier bestens umgesetzt. Dabei werden Querfugen, Kopfsteinpflaster und Eisenbahnschienen von uns ferngehalten. Aber genauso, wie Unebenheiten draußen bleiben, ist es auch mit einer Rückmeldung vom Lenkrad: Die Lenkung ist gefühlsmäßig so entkoppelt, dass sie ein bisschen synthetisch rüberkommt. Störend ist dies nicht. Ganz nebenbei hat der indische Tata-Konzern, seit dem 2. Juni 2008 Eigentümer von Jaguar, langfristige Verträge mit Ford geschlossen, um die Lieferung der alten Mondeo-Basis sicherzustellen.
Sanfter Schnurrer
Wegen des Minderverbrauchs für den Vielfahrer immer noch attraktiv: der Dieselmotor. Im X-Type kommt ein 2,2-Liter-Selbstzünder mit 145 PS und einem maximalen Drehmoment von 360 Newtonmeter zum Einsatz. Und das Drehmoment bringt es: In jeder Situation bei jeder Geschwindigkeit hat das Aggregat noch Reserven. Dabei geht es akustisch ruhig zu Werke, das Diesel-Triebwerk ist nicht an seinem Klang zu erkennen. In für den Status des Wagens akzeptablen 10,3 Sekunden geht's von null auf 100 km/h, mehr als 201 km/h sind nicht drin. Im Schnitt verköstigt sich der feine Engländer mit moderaten 6,9 Liter Treibstoff pro hundert Kilometer.
Endlich: Automatik
Ganz neu im Diesel-X-Type: Eine Sechsstufen-Automatik. Der zur Toyota-Gruppe gehörende Schaltungs-Spezialist Aisin, der auch das Getriebe für den Hybriden Toyota Prius macht, hat das Getriebe speziell auf den 360 Newtonmeter starken Diesel abgestimmt. Die Automatik ist zwar für einen durchschnittlichen Mehrverbrauch von 0,7 Liter pro 100 Kilometer gegenüber dem Handschalter (6,2 Liter) verantwortlich, aber sie macht dafür auch einen richtig guten Job. Entspannt und immer passgenau werden die Stufen eingeteilt, Hoch- und Runterschalten funktioniert ohne Ruckeln oder Gänge-Suchen. Wenn die Automatik das i-Tüpfelchen war, was zum komfortablen Vorankommen mit dem X-Type noch fehlte, so ist dieser i-Punkt jetzt gesetzt.
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