Donnerstag August 28
Lichterfelde, 28. August 2008 - Anfang September 2008 bekommen die Träume vieler Abenteurer frische Nahrung: Der überarbeitete Jeep Cherokee geht in Deutschland an den Start. Zu Preisen ab 31.900 Euro steht der 4,49 Meter lange Offroader dann bei den Händlern. Jeep-Fans freuen sich vor allem über das kantige Design. Es verleiht dem Fünftürer ein respektableres Aussehen, als es noch dem Vorgänger gegeben war. Dessen kullerige Scheinwerfer-Augen sahen den Freunden harten Offroad-Designs einfach zu nett aus.
Kurze Optionen-Liste
Die Liste mit der Sonderausstattung ab Werk ist recht kurz und bietet nur die 690 Euro teure Metallic-Lackierung für alle drei Ausstattungen. Ausschließlich dem Limited Exclusive vorbehalten ist ein spezielles Limited-Paket für 2.690 Euro. Es enthält unter anderem eine Freisprecheinrichtung, ein Festplatten-Navigationssystem, eine Alarmanlage und getönte Fondscheiben.
SkySlider-Faltdach als Option
Mehr Licht in den Innenraum bringt das neue "SkySlider"-Stoffdach, das optional für die Topversion und einen Preis von 1.430 Euro bestellbar ist. Es besteht aus einem Acryl-verstärkten Stoff, ähnlich dem, der bei Cabrio-Verdecken verwendet wird. Das Faltdach lässt sich per Knopfdruck in verschiedene Positionen bewegen, wobei der Anschlag vorne oder hinten gewählt werden kann. Das erlaubt es, das Dach beispielsweise nur am hinteren Ende zu öffnen und vorn geschlossen zu lassen oder umgekehrt.
2,8-Liter-Diesel mit 177 PS
Angetrieben wird der Cherokee von einem 2,8-Liter-Common-Rail-Direkteinspritzer. Der Vierzylinder bildet zurzeit die einzige Motorisierung. Ob und wann Benziner kommen, wurde noch nicht bekannt geben. Der Selbstzünder kam bereits im Vorgänger zum Einsatz, wurde aber für die Frischauflage gründlich überarbeitet. Die Maschine schafft bei 3.800 Touren eine Leistung von 177 PS heran.
Sport: Handschaltung
In der Ausführung Sport wird die Kraft über ein Sechsgang-Schaltgetriebe übertragen, das Drehmoment beträgt in diesem Fall 410 Newtonmeter und liegt zwischen 2.000 und 2.800 Touren an. Die beiden anderen Versionen sind mit einer Fünfgang-Automatik gekoppelt und kommen mit einem Drehmoment von 460 Newtonmeter bei 2.000 Umdrehungen voran. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 8,4 Liter beim Sport und mit 9,0 Liter bei den Limited-Versionen an.
Per Tastendruck bedienen: Neues Allradsystem
Wir hatten kurz vor der deutschen Markteinführung noch einmal Gelegenheit, den Cherokee auf dem Gelände eines ehemaligen Tagebaus im brandenburgischen Lichterfelde zu fahren und uns dabei mit den Offroad-Eigenschaften des Neu-Jeeps zu befassen. Serienmäßig kommt bei allen drei Versionen das neue permanente Selec-Trac-II-Vierradantriebssystem zum Einsatz. Es soll das Durchdrehen der Räder verhindern, bevor es überhaupt auftritt. Dabei sind drei Einstellungen möglich, die wir ganz simpel per Taste in der Mittelkonsole schalten können. In der Einstellung "2WD" bringen uns nur die Hinterräder voran. Im Modus "4WD Auto" wird das Drehmoment von Sensoren überwacht und je nach Bedarf automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt.
Untersetzung fürs Gelände
Im teils zerklüfteten und sandigen Tagebaugebiet kommen wir nicht umhin, die Geländeuntersetzung 4WD Low zu nutzen. Diese lässt den Motor etwas höher drehen, was das Drehmoment bei niedrigen Geschwindigkeiten erhöht. Gleichzeitig sperrt 4WD Low für maximale Traktion die Verteilerkupplung und leitet die Antriebskraft zu gleichen Teilen an alle vier Räder. Das gibt uns die Möglichkeit, auch Hänge und Steigungen zu meistern, die uns sonst am Vorankommen gehindert hätten. Bei der Bewältigung sind eine Bodenfreiheit von 189 Millimeter sowie Böschungswinkel von 28,2 Grad vorn und 30 Grad hinten hilfreich.
Bergabfahr- und -anfahrhilfe
Doch das Auto unterstützt uns auch aktiv dabei, nicht an Hindernissen zu scheitern. So gibt es die "Hill Descent Control", die im Grand Cherokee erstmals eingesetzt wurde und nun auch dem kleinen Bruder beim Bergabfahren hilft - vorausgesetzt, dieser hat ein Automatikgetriebe. Dafür müssen wir kurz vorm Bergabfahren in den Low-Modus schalten, eine Taste drücken und den Mut haben, die Fußbremse loszulassen. Dann rollt der Offroader, auf Schrittgeschwindigkeit gebremst, von allein den Berg hinab. Ebenfalls neu ist das "Hill Start Assist System": Es gibt uns genügend Zeit, um den Fuß zwischen Brems- und Gaspedal zu wechseln, damit wir bergauf problemlos anfahren können.
Bald beim Händler
Bis zum Marktstart vergeht nicht mehr viel Zeit: Ab dem 6. September steht der neue Cherokee bei den deutschen Händlern.
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