- bereits von unten raus durchzugsstark |
- das Aggregat ist nicht besonders leise |
- zuschaltbarer Allradantrieb für bessere Traktion |
- dürfte komfortabler abgestimmt sein |
- erhöhte Sitzposition, gute Übersicht |
- kleine Kofferraum-Öffnung, hohe Ladekante |
- gut erschwinglicher SUV-Allradler |
- ESP nur für die Emotion-Ausstattung zu haben |
Gute Rundumsicht
Der erhöhte Platz hinter dem Volant erweist sich als bequem. Lobenswert sind vor allem der gute Blick aufs Verkehrsgeschehen und die gute Rundumsicht. Dazu tragen nicht zuletzt auch die relativ großen und tief nach unten ausgeschnittenen Dreiecksfenster in den A-Säulen bei, die beim Abbiegen einen sicheren Blick auf den Gegen- oder Querverkehr zulassen. Große Außenspiegel erleichtern zudem den Rückblick. Im Fond ist man bequem und mit genügend Kopffreiheit untergebracht. Wer nur zu zweit fährt, kann Rücksitzlehnen und -flächen nach vorn klappen und so den Stauraum vergrößern. Beim Bepacken des Sedici stören allerdings die hohe Ladekante.
Funktionale Bedienung
Das Cockpit erinnert an den Suzuki Swift und auch das Lenkrad mit den Bedientasten kommt als Gleichbauteil zum Einsatz. Die Armaturentafel gleicht der im SX4 fast aufs Haar, nur die Regler der Klimaautomatik unterscheiden sich in ihrer Gestaltung. Die Bedienelemente sind logisch angeordnet, gut zu erreichen und funktional zu bedienen. Das im Radio integrierte Navigationssystem zum Komplettpreis von 1.050 Euro gab Anlass zu Kritik: Das Gerät verschätzte sich nicht nur bei Entfernungsangaben zum Abbiegen, sondern verlor bei unserem Test hin und wieder die Orientierung und schickte uns im Kreis umher. Empfehlung: Lieber den Aufpreis sparen und ein mobiles Navigerät verwenden.
Stark bei mittleren Touren
Der Dieselmotor kann vor allem nach dem Kaltstart sein Selbstzündertum nicht verhehlen, und wird danach zwar leiser, aber bleibt akustisch anwesend. Bereits vom Start weg ist die 1,9-Liter-Maschine antrittsstark. Das Aggregat punktet mit Durchzugskraft im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Nach 11,2 Sekunden streift die Tachonadel die Hunderter-Marke und bleibt bei 180 km/h stehen.
Exakte und knackige Schaltung
Nichts auszusetzen gibt es an der Sechsgang-Schaltung: Die Box lässt sich exakt und knackig bedienen. Die recht direkte Lenkung dürfte beim Rangieren gern ein wenig leichtgängiger sein. Das Fahrwerk ist nicht übertrieben komfortabel abgestimmt und meldet Bodenwellen nach innen. Widmen wir uns den Allradqualitäten: Mit einem 4x4-Antrieb eignet sich der Sedici durchaus für leichtes Gelände und wird seine Freunde unter Besitzern von Berghütten oder Wassergrundstücks-Eignern finden. Im Normalbetrieb treiben ausschließlich die Fronträder das Fiat-SUV. Per Knopfdruck lässt sich ein Automatikmodus aktivieren: Dann werden die Hinterräder in die Antriebsarbeit mit einbezogen, wenn die Vorderräder an Traktion verlieren. Das ist auch die Einstellung, die man wählen sollte, wenn man Kurven ein wenig ambitionierter angehen möchte: Im 2WD-Modus neigt der Wagen zum Untersteuern.
ESP gegen Aufpreis zu haben
Ein ESP ist übrigens nur in Kombination mit Kopfairbags und für die Ausstattungsvariante Emotion gegen einen Aufpreis von 500 Euro zu haben. Für rutschige Schlammstrecken kann der Vierradantrieb ebenfalls per Tastendruck gesperrt werden, um die Kraft in einem Verhältnis 50:50 zu verteilen.
Acht Liter Diesel im Schnitt
Fiat gibt den Gesamtverbrauch mit 6,6 Litern an. Diesen Wert haben wir im straffen Test nicht ganz geschafft: Bei unserer Fahrt in der Stadt, auf Landstraßen und Autobahnen sind im Durchschnitt acht Liter Diesel durch die Düsen gerauscht.
22.000 Euro
Für den Fiat Sedici 1.9 Multijet 8V Emotion muss man 22.000 Euro zum Händler mitbringen. Dafür sind beispielsweise der Diesel-Partikelfilter, der zuschaltbare Allradantrieb, die Klimaautomatik, 16-Zoll-Alufelgen und der Offroad-Unterfahrschutz für vorn und hinten ab Werk an Bord.
(hd)
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