Kaum Verwirbelungen
Bei offenem Dach spürt man in der Stadt trotz fehlendem Windschott erstaunlich wenig Fahrtwind. Hier macht sich die hohe und relativ weit nach hinten gezogene Frontscheibe bezahlt, die den Fahrer gut vor Verwirbelungen schützt. Zwischen Offen und Zu liegen exakt 22 Sekunden. Zuvor muss man oben rechts und links zwei Hebel umlegen. Ohne die Verriegelung zu lösen, geht sonst nämlich gar nichts. Wie bei allen Klappdach-Cabrios inzwischen Standard, muss auch im Mitsubishi das Rollo im Kofferraum geschlossen werden. Es markiert die maximale Ladehöhe, bis zu der der Kofferraum beladen darf, damit das Dach noch geöffnet werden kann.
Fond dient als Gepäckablage
Das Mitsubishi-Prospekt verspricht uns einen 2+2-Sitzer. Vergessen Sie es! Mit zwei durchschnittlich groß gewachsenen Mitteleuropäern auf Fahrer- und Beifahrersitz bleibt im Fond höchstens noch Platz für die Einkäufe. Zehn Zentimeter Raum für die Knie der Fondinsassen sind auch für Kinder eine Zumutung und von daher unbrauchbar. Ansonsten wirkt der Innenraum einfach und wenig liebevoll gestaltet. Das Armaturenbrett ist aus schnödem Plastik und schafft es nicht, ein gewisses Wohlfühlambiente zu schaffen. Sehr löblich ist dagegen, dass Mitsubishi die Mittelkonsole mit unzähligen Fächern und Getränkehaltern versehen hat. Allerdings sind die meisten Fächer so klein, dass man nicht einmal ein Portemonnaie unterbringen kann.
Stadtflitzer mit schwacher Federung
Wie auch bei der Motorisierung gilt beim Colt CZC für das Fahrwerk: in der Stadt alles bestens, Überland na ja. Fährt man ausschließlich in der Stadt und im Sinne der StVZO, gibt es keinerlei Beanstandungen am Fahrwerk des Mitsubishi. Auf engen, schnell aufeinander folgenden Landstraßenkurven wendet sich das Blatt. Hier neigt das kleine Klappdach-Cabrio dazu, ins Wanken zu geraten. Fahrbahnkanten und kleinere Löcher quittiert die Federung auch bei niedrigem Tempo mit einem ordentlichen Scheppern.
Kleiner Trinker
Der Verbrauch des kleinen Mitsubishi ist mit durchschnittlich 6,6 Liter Super angegeben. Unser Test zeigt, dass mit einem nervösen Gasfuß beim Anfahren und Beschleunigen locker nochmal die Hälfte dazu addiert werden darf. Fairerweise muss man aber zugeben, dass wir mit dem Colt CZC mehr in der Stadt als auf Überlandfahrten unterwegs waren.
Ordentliche Ausstattung zu fairem Preis
Preislich liegt der Mitsubishi Colt CZC im Umfeld seiner Konkurrenten. In der billigsten Ausstattungsvariante kostet das Klappdach-Cabrio 16.990 Euro. Der Opel Tigra Twin Top kostet 16.995 Euro, der Peugeot 206 CC schlägt mit 17.450 Euro zu Buche und Nissan verlangt für den Micra C+C 16.590 Euro. In der von uns getesteten Ausstattungsvariante Invite kostet der CZC 18.990 Euro und bietet zusätzlich zur Serienausstattung ein CD-Radio mit MP3-Funktion, eine Klimaanlage, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfer und ein Sicherheitspaket mit Traktionskontrolle und Stabilitätsprogramm. Wem die Optik des Colt CZC gefällt und wer sich damit hauptsächlich auf kürzeren Strecken und in der Stadt bewegt, bekommt mit dem Mitsubishi Colt CZC ein solide verarbeitetes Klappdach-Cabrio, dass nicht jeder fährt.
(os)
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| Durchschnittspreis | 1.116 | 1.141 | 1.142 | 1.227 |
| Günstigster Preis | 1.081 | 1.106 | 1.106 | 1.162 |