Der Absatz von reinem Biodiesel für Pkw an öffentlichen Tankstellen sinkt kontinuierlich, seitdem die Engergiesteuer- und Biokraftstoffquotengesetze gelten. Der Absatz ist im vergangenen Jahr um rund 8,5 Prozent auf 476 000 Tonnen zurückgegangen, und die Talfahrt setzt sich fort. Mit den seit dem 1. August 2006 beziehungsweise 1. Januar 2007 geltenden Gesetzen ist eine Beimischungspflicht von Biokraftstoffen bei Benzin und Diesel festgelegt worden. Nach Angaben des Bundesverbandes Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe sind bereits 25 Prozent der deutschen Produktionskapazitäten für Biodiesel stillgelegt oder heruntergefahren worden sind.
Auf eine daraufhin gestellte Anfrage im Bundestag erklärte die Bundesregierung, dass sie die Ursache für den Rückgang des Biodieselabsatzes in der Entwicklung der Pkw-Technik sieht. Es führen immer mehr neue Pkw auf Deutschlands Straßen, die aus technischen Gründen meist nicht mehr für den Betrieb mit reinem Biodiesel freigegeben sind. Doch das Gros dieses Kraftstoffes würde an Betriebstankstellen für Nutzfahrzeuge abgesetzt und nicht für Pkw.
Daher sieht die Regierung auch keine weiteren Produktionseinschränkungen auf die Branche zukommen. Die weiterhin bestehende Steuerfreiheit für in der Landwirtschaft eingesetzten reinen Biokraftstoffe könne zu den gesicherten Absatzmärkten gerechnet werden. Zudem erbrächte die ab 2009 wirksame und bis 2015 auf acht Prozent ansteigende Gesamtquote ein zusätzliches Potenzial. Dadurch ergebe sich ein rechnerischer Gesamtabsatz von etwa drei Millionen Tonnen im Jahr 2009, der bis 2015 auf etwa 3,7 Millionen Tonnen ansteige. Darin sieht die Regierung mittel- und langfristig tragfähige Perspektiven für die Biokraftstoffanbieter.
Donnerstag März 29
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