Diffusor am Heck
Die Enden rechts und links sind mit einem Diffusor verbunden, der bei diesem Auto definitiv auch strömungstechnische Aufgaben übernimmt, und nicht nur ein Blickfang ist. RS6-Schriftzüge vorn und hinten künden davon, dass dieser Audi gleich zwei Superlative innehat: Er ist mit 580 PS der stärkste Serien-Kombi der Welt und zugleich der stärkste Serien-Audi aller Zeiten. Seine Spitze wird zwar bei 250 km/h eingebremst, aber der letzte Tachowert ist eine 320. Das lässt ahnen, was drin wäre, wenn nicht die Elektronik einen Riegel vorschieben würde.
Konkurrenz von BMW und Mercedes
Dabei muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, dass es sich um einen Kombi handelt. Eine Karosserieform also, die vordergründig von Familien, Handelsvertretern, Handwerkern und Freizeitsportlern aus eher praktischen und transporttechnischen Zwecken gefahren wird. Die Idee, viel Leistung in einen Wagen mit großer Heckklappe zu packen, ist aber nicht neu und auch der RS6 Avant ist nicht ganz allein auf dem Asphalt: In seiner Liga spielen beispielsweise der BMW M5 Touring mit 507 PS und der Mercedes E 63 AMG mit 514 PS.
V10 mit Bi-Turbo und FSI
Schauen wir uns die Technik hinter der vergleichsweise dezenten Kühlernase an. Der Zehnzylinder-Motor basiert auf den V10-Aggregaten, die auch im Audi S6 und im Audi S8 Dienst tun und, ohne FSI-Benzindirekteinspritzung, auch den Lamborghini Gallardo antreibt. Im RS6 leistet der Bi-Turbo-Motor 580 PS zwischen 6.250 und 6.700 Touren. Das maximale Drehmoment von 650 Newtonmeter liegt zwischen 1.500 und 6.250 Touren an.
Sechsstufige Tiptronic
Die Kraft wird von dem sechsstufigen Automatikgetriebe Tiptronic auf den Allradantrieb quattro geschickt. Dort werden die Kräfte im Normalfall zu 60 Prozent auf die Hinterräder geleitet. Doch wenn sich die Straßenverhältnisse ändern, verteilt ein Mittendifferenzial die Power blitzschnell um: Bis zu 85 Prozent können auf die Hinterräder fließen, bis zu 65 Prozent nach vorn. Wenn ein Rad durchdrehen sollte, wird es durch die elektronische Differenzialsperre EDS eingebremst. Davon bekommen wir am Steuer natürlich nichts mit, wir erleben nur das Resultat.
DRC: Fahrwerk in drei Stufen einstellbar
Eine Besonderheit des Fahrwerks ist die so genannte Dynamic Ride Control (DRC): Das System reduziert Nick- und Wankbewegungen und vermindert somit die Seitenneigung. Gegen einen Aufpreis kann es um eine dreistufig verstellbare Dämpferkennung ergänzt werden. Bequem per Taste können wir einstellen, ob wir unseren RS6 lieber komfortabel gefedert oder sportlich hart möchten. Wobei allerdings komfortabel nicht weich heißt, der Sport-Kombi ist auch in dieser Einstellung noch deutlich straff gedämpft.
Luxus-Sport-Ausstattung
Und so sind wir untergebracht: Die Sportsitze sind bemerkenswert straff und saugen uns regelrecht ein. Wer ein empfindliches Hinterteil hat, sollte beim Ein- und Aussteigen vorsichtig sein, denn die hohen Seitenführungen können am Popo drücken. Dafür verschafft aber das unten abgeflachte RS-Lenkrad, das auf Wunsch verbaut wird, extra-viel Platz beim Zustieg. Materialien wie Karbon, Aluminium und Alcantara versüßen den Aufenthalt an Bord. Ab Werk dabei sind unter anderem ein Bose-Surround-Soundsystem mit 13 Lautsprechern, eine Dualzonen-Klimaautomatik und eine Nappa-Leder-Ausstattung.
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| Durchschnittspreis | 1.527 | 1.577 | 1.577 | 1.659 |
| Günstigster Preis | 1.488 | 1.539 | 1.539 | 1.599 |