Schicker Viersitzer: Der neue Maserati GranTurismo im Test

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Schicker Viersitzer: Der neue Maserati GranTurismo im Test
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Maserati GranTurismo
Januar 2008
112.280 Euro
Antrieb 90%
- kraftvoller V8-Motor
- hoher Durchschnittsverbrauch
Fahrwerk 90%
- sportlich straff gefedert
- hoher Komfort auch auf langen Strecken
Karosserie 95%
- einzigartige Optik
- vergleichsweise viel Platz auf den Fondsitzen
Kosten 80%
- großzügige Serienausstattung
- hoher Grundpreis
Haar, 29. Januar 2008 – Betrachtet man einen Maserati GranTurismo erstmalig aus nächster Nähe, lässt sich eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem eigenen Gesichtsausdruck und dem Objekt der Begierde nicht leugnen. Zu groß ist die Ähnlichkeit zwischen vor lauter Sprachlosigkeit heruntergeklappter Kinnlade und dem weit aufgerissenen Kühlerschlund des GranTurismo. Lesen Sie im folgenden Testbericht, ob die Kinnlade beim Fahren offenbleibt.

Zeitlose Eleganz, Luxus und Sportlichkeit
Nur bei wenigen Automobilen gelingt es den Designern, zeitlose Eleganz, Luxus und Sportlichkeit so perfekt miteinander zu verbinden wie beim Maserati GranTurismo. Ohne Frage, hier ist für Autoliebhaber jeglicher Couleur etwas dabei. Besonders auffällig am vom Pininfarina gezeichnetetn Coupé sind die zwei Gesichter: In der Rückansicht glänzt er durch seine noble, aber zurückhaltende Schönheit. Beim Anblick von vorne springt der riesige Kühlergrill ins Auge, der auf der Autobahn alle notorischen Linksfahrer in Sekundenbruchteilen auf die rechte Spur verjagt.

In 5,2 Sekunden auf Tempo 100
Unter der Haube des Reisecoupés verrichtet ein V8-Triebwerk aus dem Hause Ferrari seinen Dienst. Mit 4,2 Liter Hubraum generiert das Italo-Triebwerk eine Leistung von 405 PS. Der heckgetriebene Maserati besitzt ein Drehmoment von 460 Newtonmeter. Für den Sprint auf Tempo 100 benötigt der GranTurismo 5,2 Sekunden. Die Spitze ist bei 285 km/h erreicht.

Automatik schaltet seidenweich
Anders als man es von einem Auto mit Ferrari-Motor erwartet, beherrscht der GranTurismo auch die sanfte Gangart. Beim gemütlichen Dahincruisen auf Landstraße und Autobahn schaltet die Automatik seidenweich und im Heck brabbeln die vier Endrohre genüsslich vor sich hin. Gibt man dem Dreizack die Sporen und die Drehzahl steigt über die 4.000er-Grenze, zeigt er aber sein wahres Gesicht. Dann wollen die 405 Pferde nämlich derart flott nach vorne, dass man sich als Fahrer ein großes Grinsen kaum verkneifen kann. Dennoch fehlt dem schicken Italiener das letzte Quäntchen Bissigkeit. Die sechsstufige Wandlerautomatik vehindert einen noch spritzigeren Eindruck. Besonders im Sportmodus hat man stets das Gefühl, die Schaltvorgänge würden zu lange dauern. Da hilft nur eines, nämlich mittels Lenkradwippen selbst schalten. Als störend empfanden wir, dass die Automatik auch im manuellen Modus bei der jeweiligen Maximaldrehzahl selbstständig nach oben schaltet. Wenn man schon die Automatik ausschalten kann, möchten wir gerne selbts entscheiden wann der Gangwechsel zu erfolgen hat.

Neigt sich spät zur Seite
Für den gedachten Einsatzbereich ist der GranTurismo bestens gewappnet. Auf langen Autobahnstrecken verwöhnt der Maserati seine Insassen mit bequemen Sitzen und einer angenehm straffen, aber nicht unkomfortablen Federung. Auch die Passagiere auf den Rücksitzen erwartet ein vergleichsweise hoher Komfort. Anders als bei vergleichbaren Coupés sind die Fondsitze im GranTurismo nicht nur als Gepäckablage gedacht, sondern können dank des ausreichenden Platzangebots sogar von Erwachsenen genutzt werden. Fahrbahnunebenheiten kommen bei den Passagieren in den seltensten Fällen an, allerdings neigt sich der GT in flotten Kurven, wenn auch erst recht spät, zur Seite. Spürbar wird dann auch das relativ hohe Gewicht von 1.880 Kilogramm.

Üppige Serienausstattung
In Sachen Innenraum hat sich bei den Italienern einiges getan. Vorbei sind die Zeiten, als sich das Cockpit eines Maserati und die Ansprüche eines Kunden nicht unbedingt immer glichen. Die Verarbeitung ist solide, die verwendeten Materialien wirken edel und auch die Optik sollte mit den meisten Geschmäckern konform gehen. Die Serienausstattung des Maserati fällt erfreulich üppig aus und lässt kaum Wünsche offen. Sie umfasst unter anderem sechs Airbags, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht, 19-Zoll-Felgen, Parksensoren hinten und eine Klimaautomatik. Außerdem ist ein Multimediasystem mit Sieben-Zoll-Bildschirm und Festplattennavigation mit 30 Gigabyte großem Speicher verbaut.

Ab 112.280 Euro
Der Preis für den Maserati GranTurismo beträgt 112.280 Euro. Die Konkurrenz vom Schlage eines Jaguar XKR mit 416 PS kostet 97.700 Euro. Ein 388 PS starker Mercedes CL 500 schlägt mit 110.373 Euro zu Buche und BMW verlangt für den 367 PS starken 650i mit Sport-Automatik 81.700 Euro. Die drei Konkurrenten haben aber eines gemeinsam: Sie werden an der Ampel nie so viel Aufmerksamkeit bekommen wie ein Maserati GranTurismo.

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