Kleine Innovationen und edle Extras
Dennoch sorgen unterschäumte Softoberflächen, eine gute Verarbeitung und ein vielfältiger Materialmix für eine angenehme Umgebung. Wer etwas mehr investieren will, kann seinen Mondeo mit edlen Tierhäuten, Klavierlack, Holzdekor und allerlei technischen Leckerbissen wie einem Touchscreen-Navisystem zusätzlich aufwerten. Im schicken Nachtdesign erscheint der Innenraum mit einer den höherwertigen Ausstattungen vorbehaltenen Ambientebeleuchtung noch edler. Eine weitere Neuerung: Über zusätzliche Lüftungsdüsen im Fond können die hinteren Passagiere selbst bestimmen, wie viel Wind ihnen entgegen bläst.
Umfangreich ausgestattet
Ansonsten bietet der Mondeo bereits in der Basisversion Ambiente eine Ausstattung, die sich sehen lassen kann. Einer von insgesamt sieben Airbags schützt sogar die Knie des Fahrers. Des Weiteren sind eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber, elektrisch einstellbare Außenspiegel und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung an Bord. Auch bei der aktiven Sicherheit sind mit ABS, ESP und dem Bremsassistenten EBA alle wichtigen Helfer serienmäßig vorhanden. Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, verspricht Ford dank vieler besonders fester Stähle in der Karosserie ein sicheres Crashverhalten. Der EuroNCAP-Test steht zwar noch aus, doch ist zu vermuten, dass der Mondeo ähnlich hervorragend wie der Galaxy und der S-Max abschneiden wird. Dazu könnte ihm übrigens eine Neuheit verhelfen: Die beim Unfall horizontal zurückweichende Lenksäule kann Beinverletzungen beim Crash mindern.
Viel Platz für Gepäck
Das bisher meist verkaufte Mondeo-Modell ist der von Ford traditionell Turnier genannte Kombi. Beim Vorgänger wählten gut 75 Prozent der Kunden diese Variante. Auch mit der neuen Generation dürfte sich der Lastenträger einer ähnlich großen Beliebtheit erfreuen. Dabei wird ihm unter anderem das um 45 Liter auf stolze 1.745 Liter gewachsene Gepäckabteil helfen. Der normal 554 Liter große Kofferraum ist über die im Verhältnis 60 zu 40 umklappbare Rückbanklehne einfach erweiterbar. Klappt man zusätzlich die Beinauflagefläche der Rückbank nach vorn, lässt sich die Lehne weiter runterklappen. So entsteht eine ebene Ladefläche. Klassenbester soll der Kombi mit seiner Laderaumbreite von 1,14 Meter sein. Doch Vorsicht beim Transport: Wer zum Beispiel Sägespäne auf dem zwar schicken aber leider filzigen Textilboden verteilt, sollte beim späteren Aussaugen viel Geduld mitbringen.
Stufenheck und Fließheck
Alternativ kann der Kunde noch zwischen einer Fließheckvariante mit großer Heckklappe oder der klassischen Stufenheck-Limousine wählen. Letztere bietet einen separaten 550-Liter-Kofferraum, der sich allerdings nicht erweitern lässt. Der Kofferraum ist zwar recht groß, doch die Öffnung ist etwas knapp geschnitten und das Gepäckabteil ist zudem sehr lang. Entsprechend weit muss man sich strecken, um ganz nach hinten durchgerutschte Gepäckstücke wieder herauszufischen.
Starker Zweiliter-Diesel
Neben den drei Karosserien stehen acht Motoren zur Wahl. Einstiegsaggregat ist ein 1,6-Liter-Benziner mit 110 PS. Wir waren mit dem 140 PS starken Top-Diesel 2.0 TDCI sowie mit dem 220 PS starken 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbobenziner unterwegs. Der über einen Start-Stopp-Knopf (Aufpreis 200 Euro) zum Leben erweckte Diesel überraschte zunächst mit akustischer Zurückhaltung. Insgesamt hat Ford das Geräuschniveau im Innenraum gegenüber dem Vorgängermodell deutlich gesenkt. Dank eines Drehmoments von 320 Newtonmetern kommt man mit dem starken Selbstzünder zügig voran. Den 100-km/h-Sprint erledigt er nach 9,8 Sekunden, der Vortrieb endet bei 205 km/h. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,9 Litern geht er dieseltypisch sparsam mit dem Sprit um.
Verstellbares Fahrwerk
Einen etwas zwiespältigen Eindruck hat das Fahrwerk hinterlassen. Unser Diesel-Testwagen war mit dem 965 Euro teuren interaktiven Fahrwerkssystem ausgestattet. Der Fahrer kann per Knopfdruck die elektrisch verstellbare Dämpfung komfortabel, normal oder sportlich einstellen. Zwar konnte man stets lustvoll und agil mit dem gut beherrschbaren Untersteuerer unterwegs sein. Doch selbst in der Einstellung "Sport" wirkte der Diesel noch zu kopflastig und die Lenkung nicht präzise genug.
Richtig sportlich
Deutlich mehr Spaß hat dafür die neue Top-Version mit dem 2,5-Liter-Turbobenziner und dem Standardfahrwerk gemacht. Mit dem erstmals im Mondeo eingesetzten Fünfzylinder kommt zugleich das schnellste Modell der Baureihe auf die Straße. Mit seiner üppigen Kraft, die über ein sehr breites Drehzahlband abrufbar ist, geht es beeindruckend flott und mit toller Motorakustik voran. Dabei hinterließ das Fahrwerk einen ausgewogeneren Eindruck und die Lenkung fühlte sich spürbar präziser an. Beeindruckend waren die sehr hohen Kurvengeschwindigkeiten, ohne dass dabei Regeleingriffe des ESP nervten. Für die gute Straßenlage sind unter anderem die breitere Spur und der längere Radstand verantwortlich. Das gute Einlenkverhalten, eine narrensichere Beherrschbarkeit und packende Bremsen sind weitere Zutaten für viel Fahrspaß. Der geht allerdings mit einem entsprechend hohem Verbrauch einher. Auf unserer zügigen Testfahrt zeigte der Bordcomputer mit 12,6 Litern aber eine keineswegs übertriebene Trinkfreude. Ford gibt den Durchschnittsverbrauch mit 9,3 Litern an.
Ab 21.990 Euro
Auch bei den Preisen bewegt sich der neue Mondeo auf moderatem Niveau. Günstigstes Modell ist der Fließheck-Fünftürer mit dem 110 PS starken 1,6-Liter-Benzinmotor in der bereits höheren Ausstattung Trend für 21.990 Euro. Für den Basis-Kombi mit dem gleichen Benzinmotor werden 22.500 Euro fällig. Zum Vergleich: Ein ähnlich motorisierter Opel Vectra Caravan ist ab 23.400 Euro und ein VW Passat Variant ab 24.000 Euro zu haben. Auch bei der Versicherungseinstufung kommt der Kölner besser weg, da eine spezielle Stoßfängerkonstruktion Reparaturkosten zumindest nach einem leichten Crash recht niedrig halten soll. Selbst wer sich für den Mondeo Turnier mit stärkster Motorisierung in der Top-Ausstattung Ghia X entscheidet und sich noch den Luxus eines Navigationssystems, der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage, des schlüsselfreien Einstiegs- und Startsystems, der Bi-Xenon-Scheinwerfer, des Schiebedachs und einiger anderer Annehmlichkeiten gönnt, wird mit maximal 40.000 Euro hinkommen. Damit ist der Mondeo preislich bemerkenswert gut aufgestellt.
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Halbe Raten für die 6 neuen Familienmodelle: z.B. der neue Renault Clio Grandtour ab 44,- |
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.136 | 1.173 | 1.173 | 1.25 |
| Günstigster Preis | 1.099 | 1.134 | 1.134 | 1.194 |