Skepsis über die Zukunft von Opel dominiert auch nach der Runde im Kanzleramt. Die Bundesregierung hatte sich letztlich dazu durchgerungen, das Konzept des österreichisch-kanadischen Zulieferers Magna Chart zur Abtrennung des deutschen Autobauers von der insolventen US-Konzernmutter General Motors (GM) zu unterstützen.
Die Umsetzung der Beschlüsse wird nach Einschätzung von "Spiegel Online" aber weiter "Zeit und Nerven kosten". Auch GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster warnt vor zu viel Optimismus: "Wir haben den ersten Schritt getan in eine neue Zukunft, aber die Zukunft ist noch nicht da, wir müssen noch harte Arbeit leisten."
An der Spitze des neuen Unternehmens soll nach Vorstellung von Magna der jetzige GM-Europa-Chef Forster stehen. Der Hauptsitz soll in Rüsselsheim bleiben. Das Konsortium um Magna will mit Opel vor allem den russischen Markt erobern. Wie viel Arbeitsplätze verloren gehen und welche Werke geschlossen werden sollen, ist weiterhin offen.
Wolfgang Meinig von der Bamberger Forschungsstelle für Automobilwirtschaft (FAW) gegenüber "Spiegel Online": "Das Thema Opel wird uns in den kommenden Wochen sicher nicht weniger intensiv beschäftigen. Die Zukunft des deutschen Autobauers bleibt extrem wackelig." Und die "Rheinische Post" kommentiert: "Lange wurden die wichtigen Entscheidungen bei Opel auf Englisch getroffen. Künftig könnte die Geschäftssprache Russisch sein."
Samstag Mai 30
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