Klimaanlage im Stand-by-Modus
Bei ausgestelltem Triebwerk werden elektronische Systeme wie die Klimaanlage in einen Stand-by-Modus zurückgefahren. Wenn die Innenraum-Temperatur aber zu stark ansteigt, aktiviert sich die Anlage von alleine. Bei Außentemperaturen um 30 Grad - wie während unserer Testfahrt - benötigt die Klimaanlage so viel Energie, dass der Motor auf zwischenzeitliches Abschalten weitgehend verzichtet. Laut Volvo kann dadurch der Kraftstoffverbrauch allerdings um bis zu zehn Prozent ansteigen. In andere energiebedürftige Funktionen wie beispielsweise in das Audiosystem erfolgen keine Eingriffe. Basis für die Leistungsfähigkeit des Start-Stopp-Systems ist eine Zusatzbatterie, deren Kapazität den Motorstart unterstützt.
Neu: Regenerative Batterieaufladung
Eine weitere Neuerung gegenüber den DRIVe-Modellen ohne Start-Stopp-Automatik ist die regenerative Batterieaufladung. Diese Bremsenergierückgewinnung wird immer dann aktiv, wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt oder bei eingelegtem Gang die Bremse betätigt. Die kinetische Energie des rollenden Fahrzeugs wird hier zum Aufladen der Batterie genutzt, ohne dass der Generatorantrieb Kraftstoff verbraucht.
Besser als erwartet
Das Turbodiesel-Triebwerk ist sicherlich kein Power-Aggregat, überrascht aber in Sachen Leistung unsere eher niedrigen Erwartungen angesichts von nur 109 PS. Für den Stadtverkehr ist der Selbstzünder absolut ausreichend, doch auch auf der Autobahn fühlt man sich nicht untermotorisiert. Das maximale Drehmoment von 240 Newtonmeter liegt bei 1.750 Umdrehungen an. Dafür müssen die Fahrzeug-Insassen eine relativ laute Geräuschkulisse in Kauf nehmen, die im hohen Drehzahlbereich weiter zunimmt. Das Handschaltgetriebe verrichtet ordentliche Arbeit, auch wenn sich die Gänge nicht immer ganz präzise einlegen lassen. Zudem wäre eine sechste Schaltstufe zeitgemäß. Dafür ist serienmäßig eine Schaltempfehlungsanzeige dabei, die per Pfeil in der Instrumententafel anzeigt, wann rauf oder runter geschaltet werden sollte.
3,9 Liter trotz Schwitzens nicht realisierbar
Die Verbrauchsangaben der Hersteller sind unter realen Bedingungen in den meisten Fällen nicht zu erreichen - so auch die 3,9 Liter Diesel, die Volvo für den S40 1.6D DRIVe Start/Stop anführt. Um aber einen Wert zu erreichen, der nicht durch die verstärkte Kühlleistung der Klimaautomatik beeinflusst wird, regelten wir diese sogar herunter und nahmen dafür verstärktes Transpirieren in Kauf. Laut Bordcomputer erreichten wir bei unserer Testfahrt durch die Stadt und über die Autobahn so einen für ein Mittelklasseauto respektablen Wert von exakt fünf Liter.
Fast alle Baureihen jetzt auch als DRIVe
Der neue S40 1.6D DRIVe Start/Stop ist ab sofort zu Preisen ab 24.010 Euro verfügbar. Damit werden nur 350 Euro mehr fällig als für die Variante ohne Start-Stopp-System. Volvo bietet zudem in Zukunft auch die Kombiversion V50 und den Kompaktwagen C30 als DRIVe-Modelle mit Start-Stopp-Automatik an. Ebenfalls neu Angebot des Schweden sind darüber hinaus Spritsparversionen vom V70 und vom S80 sowie den Offroadern XC60 und XC70. Damit sind jetzt von allen Volvo-Baureihen bis auf das Cabriolet C30 und das SUV XC90 auch umweltfreundliche DRIVe-Modelle erhältlich.
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