- agiles Triebwerk- sparsamer Verbrauch |
- schicke Optik |
- zu hohe Ladekante |
- im D-Modus flotte Kurvengeschwindigkeiten möglich |
- Lenkung könnte noch straffer ausgelegt sein |
- fairer Grundpreis- umfangreiche Grundausstattung |
Flexibel wie ein Chamäleon
Passend zum sportlichen Auftritt des Triebwerks ist auch das Fahrwerk des Südländers straff abgestimmt worden. Im Dynamic-Modus lädt der Alfa dank geringer Wankneigung und erstaunlicher Kurvengeschwindigkeiten zur schnellen Fortbewegung ein. Stellt man den D.N.A.-Schalter auf "N" wie Normal, ändert der MiTo seinen Charakter hin zum komfortablen Stadtflitzer. Der für schlechte Witterungsbedingungen vorgesehene All Weather-Modus bewirkt eine besonders sanfte Annahme von Gaspedalbewegungen und Lenkbefehlen. Außerdem greifen das Stabilitätsprogramm VDC und die Traktionskontrolle ASR entsprechend früh ein. Die Unterschiede der Modi sind deutlich zu spüren und machen in ihrer Ausprägung definitiv Sinn. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewähren, verfügt der MiTo serienmäßig über ein so genanntes "Electronic Q2"-Sperrdifferential. Das speziell für Fronttriebler entwickelte Antriebsystem bremst auf Fahrbahnen mit unterschiedlichen Haftreibungswerten ein einzelnes Rad ab und bewahrt es so vor dem Durchdrehen.
DST meistert auch schwierige Situationen
Je nach Stellung des D.N.A.-Schalters verändert sich auch die Lenkung. Die Wirkung ist allerdings nicht so gravierend wie bei Motor und Fahrwerk. Den ungenauesten Eindruck hinterlässt die Lenkung im "A"-Modus, am meisten Direktheit verleiht die "D"-Einstellung und Kurven lassen sich zielgenau meistern. Speziell für schwierige Situationen, in denen das Fahrzeug übersteuert, verbaut Alfa einen Lenkassistenten namens "Dynamic Steering Torque". Anhand der Informationen des Stabilitätsprogrammes erkennt DST eine Gefahrensituation und lenkt mit der elektronisch geregelten Servounterstützung gegen.
Eine Alternative naht
Bislang gibt es Alfas Kleinsten ausschließlich mit Sechsgang-Schaltung. Einziges Manko des ansonsten leichtgängigen und präzisen Getriebes sind die langen Wege durch die Schaltkulisse, die nicht so recht zum flotten Charakter des MiTo passen wollen. Doch mit dem hauseigenen Doppelkupplungsgetriebe bietet Alfa ab Mitte 2009 eine Alternative an.
Äußerst hohe Ladekante
Trotz seiner geringen Abmessungen bietet der MiTo, zumindest für Fahrer und Beifahrer, ausreichend Platz. Die Sitze orientieren sich am flotten Gemüt von Motor sowie Fahrwerk und bieten erstaunlich viel Seitenhalt. In der zweiten Reihe und im Kofferraum muss der MiTo seinen Zwergen-Maßen Tribut zollen. Ab 1,85 Meter Körpergröße empfiehlt es sich, den Kopf einzuziehen oder ganz tief in den Sitz zu rutschen. Dies scheitert allerdings meist an der fehlenden Kniefreiheit. In das Gepäckabteil passen 270 Liter Staugut. So weit, so gut. Problematisch wird es erst, wenn die Dame des Hauses versucht, die Wocheneinkäufe in den Kofferraum zu hieven. Durch die unangenehm hohe Ladeschwelle wird dies schnell zum Kraftakt.
Billiger als ein Mini Cooper D
Alfa rühmt sich, mit dem MiTo zehn Prozent billiger als die Konkurrenz von Mini zu sein, dem die Italiener einen Teil des Kuchens wegschnappen möchten. Ob dies gelingt, sei dahingestellt. Fakt ist aber, dass der 95 PS starke Benziner Mini One für 16.150 Euro beim Händler steht und der Einstiegs-MiTo mit einer Leistung von ebenfalls 95 PS dagegen nur 14.700 Euro kostet. Vergleicht man die Diesel-Preise, stehen die 17.950 Euro für den italienischen 110-PS-Bello den 19.900 Euro für den 120 PS starken Mini Cooper D gegenüber. Wir sind der Meinung, dass der Alfa jedoch nicht nur wegen seines günstigeren Preises eine interessante Alternative zum Bayern-Winzling ist.
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