Hyundai hält an Absatzzielen fest

Freitag November 30

Trotz der rückläufigen Entwicklung des Pkw-Marktes hält Hyundai an seinem Ziel fest, in Deutschland bis 2010 jährlich 80 000 Neuzulassungen zu realisieren. In diesem Jahr erwartet der deutsche Importeur rund 48 000 Zulassungen, was im Vergleich zu 2006 einem Rückgang von rund 10,6 Prozent entsprechen würde. Damit verlöre die koreanische Marke nach derzeitigem Stand etwas stärker als der Gesamtmarkt, der in den ersten zehn Monaten des Jahres um 7,6 Prozent rückläufig war.

Im kommenden Jahr will der neue Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland, Werner H. Frey, den Absatz wieder auf mindestens 50 000 Einheiten steigern. Helfen sollen dabei unter anderem fünf neue Fahrzeuge sowie drei Facelifts. Im März kommen mit dem Hyundai i10 als Nachfolger des Kleinstwagens Atos, der Kombi-Version des Kompaktfahrzeugs i30 sowie dem Transporter H1 drei völlig neue Fahrzeuge auf den Markt. Ende des Jahres folgt mit dem i20 der Nachfolger des Kleinwagens Getz sowie der iX55, ein großes SUV, der in anderen Märkten wie den USA als "Veracruz" läuft. Zudem bringt Hyundai Mitte 2008 überarbeitete Versionen des Mittelklassemodells Sonata, des Kompakt-Vans Matrix und der oberen Mittelklasselimousine Grandeur. Frey will die Modelloffensive der Koreaner vor allem dazu nutzen, die Marke in Deutschland auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu bringen.

Nachgedacht wird zudem über ein Umrüstangebot für Hyundai-Fahrzeuge auf Flüssiggas, um auch im Bereich der alternativen Kraftstoffe etwas anbieten zu können. In einigen Jahren will das Unternehmen in Europa auch Hybrid-Fahrzeuge verkaufen. Allerdings setzt der Konzern auf dem alten Kontinent vor allem auf die Diesel-Technologie und sieht das Potenzial für Hybrid-Fahrzeuge eher in den USA und den asiatischen Märkten.

Hyundai wird in diesem Jahr nicht nur bei den Neuzulassungen, sondern noch deutlicher auch beim Umsatz Einbußen hinnehmen. Laut Aussage von Karl-Heinz Engels könnte der Umsatz des Unternehmens von ca. 800 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 600 bis 650 Millionen in diesem zurückgehen. Die Hauptgründe liegen nach Meinung des langjährigen Geschäftsführers in einer Art doppeltem Downsizing. Hyundai habe sowohl relativ mehr kleinere Fahrzeuge verkauft und zudem entschieden sich die Kunden auch zunehmend für Ausstattungen unterhalb der Top-Niveaus. Auch seine Ertragsziele wird Hyundai in diesem Jahr daher nicht erreichen. Peter Eck/mid


 
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