- jederzeit spritziges Triebwerk |
- heftiger Dieselklang |
- sehr direkte Straßenlage |
- spürbare Wankneigung |
- enormes Platzangebot, sehr variabel |
- ein bisschen klapperig |
- recht günstige Einstiegsvariante |
- Partikelfilter nur beim Top-Diesel Serie |
Privater Nutzen
Der Trafic Generation glänzt mit Features, die man bisher tatsächlich eher in PKWs vermutete. Sonnenschutzrollos, elektrische Fensterheber vorn, Sun-Protect-Windschutzscheibe, vier Leselampen und eine Deckenleuchte für den ausklappbaren Tisch lassen den Nutzfahrzeug-Charakter ein wenig vergessen. Der Tisch ist aber auch dafür verantwortlich, dass die Schiebetür auf der Fahrerseite verschwunden ist. Funk-Zentralverriegelung, Klimaanlage und eine separate Heizung für die hintere Sitzreihe komplettieren den neuen Eindruck in dieser Fahrzeugklasse.
Große Sicherheit
Allen Trafics sitzt ein Airbag im Lenkrad. In den sogenannten PWK-Versionen des Fahrzeugs, dem Passenger und dem Generation, bekommt bei bestimmten Ausstattungsvarianten auch der Beifahrer den Luftsack. Das gleiche gilt für Seitenairbags und Windowairbags für Front- und Fahrgastraum. Der Beifahrer-Airbag lässt sich zwecks Montage eines Kindersitzes deaktivieren. Alle vier Bremsscheiben des Trafic werden serienmäßig vom ABS überwacht. Ein Bremsassistent steht jederzeit bereit, den Bremsweg so kurz wie möglich zu gestalten. Das adaptive ESP gibt es nur gegen Aufpreis. Es ist in der Lage, sich dem mit verschiedenen Beladungen verändernden Fahrzeug-Schwerpunkt anzupassen.
Nützliche Lage
Die Lenkung des großen Wagens verdient die Bezeichnung präzise. In der Kurve wird verschieden stark gewankt. Unser Passenger federte recht gut und wankte nicht übermäßig. Der als besonders komfortabel geltende und mit um 180 Grad drehbaren Sitzen ausgestattete Generation kam äußerst weich und wankfreudig um die Ecken. Hier würde sich eine kräftige Zuladung mit tiefem Schwerpunkt positiv auswirken.
Jugend gegen Chirurgie
Vier Motoren stehen bereit, den Nutzen des Trafic in Bewegung zu versetzen. Die Basismotorisierung bildet das in Zusammenarbeit mit Nissan vollkommen neu entwickelte 2.0-dCi-Dieselaggregat mit 90 oder 114 PS. Das Triebwerk schallt offen und ehrlich als Diesel durch die Lande. Dabei vermittelt es jederzeit einen spritzigen Eindruck. Die 90 PS reichen für eine Top-Speed von 144 km/h bei einem Verbrauch von 8,2 Litern, die 114 PS liefern 160 km/h bei erstaunlicherweise identischem Verbrauch. Der als Spitzendiesel gehandelte 2.5 dCi FAP 150 bringt 146 PS und einen Rußpartikelfilter mit. Das zugrunde liegende Aggregat hat schon ein paar Jährchen auf dem Tacho und wurde somit überarbeitet. Nach der Operation steckten 11 PS mehr im Kolbengehäuse. Wir konnten bei diesem Motor keine Vorteile gegenüber den Basisaggregaten feststellen. Hier sind 170 km/h drin, 8,8 Liter Diesel lösen sich in Rauch auf. Dass es den Partikelfilter nur in Kombination mit dem 2,5-Liter-Motor gibt, ist schade und soll dem betagten Kämpen vielleicht noch ein paar Käufer bescheren. Als einziger Benziner steht ein 2,0-Liter-Motor mit 117 PS zur Wahl. Er treibt den Transporter auf 160 km/h und benötigt 10,5 Liter auf 100 Kilometer.
Echte Handarbeit
Auch das Getriebe wurde vollkommen neu entwickelt. Zeitgemäße sechs Gänge stufen die Kraft aller Motorvarianten ab. Die Gänge lassen sich genau einlegen und das Räderwerk ist bestens geeignet, die Dieselmotoren zu beschalten. Laut Renault gibt es speziell für komfort- und wirtschaftlich orientierte Kunden für den 2,5-Liter-Selbstzünder das Sechsgang-Quickshift-Getriebe. Dieses lässt sich durch Hoch- und Runterdrücken manuell schalten. Wer will, lässt aber das Getriebe den kompletten Job erledigen. Dabei soll sogar Kraftstoff gespart werden. Die sequenzielle Automatisierung mag ihre Stärken haben, bei uns schaltete sie faul und dröhnend. Von der Anfahrhilfe am Berg war nichts zu spüren, unser Trafic setzte unverblümt zum Rückwärts-Rollen an. Die manuelle Gasse brachte keine spürbare Verbesserung. Fürs Fahren mit starker Beladung oder auf rutschigem Untergrund gibt es zwei Zusatzmodi. Wer partout nicht schalten will, kann zu Quickshift greifen. Uns machte die Handschaltung deutlich mehr Spaß.
(gh)
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