Eine Autoreise mit Kindern ist schon eine kleine Wissenschaft für sich. Nur allzu leicht kommt Langeweile und Unwohlsein auf, vor allem auf langen Fahrten. Wie Sie dem mit Unterhaltung und dem richtigen Equipment entgegenwirken, haben wir für Sie zusammengestellt.
Entertainment on the Road
Jaja: Das muntere "Hex, hex" von Bibi Blocksberg, das Kinderlieder-Medley oder andere Lieblings-CDs ihrer Kleinen können Sie fast nicht mehr hören. Denn schon zu Hause hören die Kids ihre Favoriten den ganzen Tag. Trotzdem sind Hörspiele oder Song-Sammlungen eine prima Ablenkung. Um Ihre Nerven zu schonen, können Sie sich und den Kindern für den Urlaub ja die eine oder andere neue CD gönnen. In Sachen Entertainment gibt es mittlerweile auch einigermaßen erschwingliche DVD-Systeme mit Bildschirmen, die man an der Rückseite der Kopfstützen des Vordersitzes befestigen kann - auch mit Zweitmonitor fürs "Zweitkind". Für ein halbes Stündchen ist so schnell für fesselnde Unterhaltung gesorgt.
Spiele & Lieder
Apropos: So ein Fahrt ist ein guter Anlass, sich ein Liederbuch zuzulegen und längst vergessene Titel gemeinsam mit den Kleinen wieder einzuüben. Das verkürzt Ihnen ebenfalls die lange Zeit im Auto. Bekannte Lieder kann man auch klatschen oder summen. Wer errät, um welches es sich handelt, darf weitermachen. Und erinnern Sie sich noch an die Spiele, mit denen Ihre Eltern Sie von Unwohlsein und Ungeduld abgelenkt haben? Zum Beispiel das Sammeln von Automarken, -typen oder -farben (je nach Alter). Jeder wählt eine eigene Farbe, und wer nach zehn Minuten mehr entsprechende Autos gezählt hat, gewinnt. Sind Ihre Kleinen schon größer, bieten sich auch Sprachspiele an. Zum Beispiel die "Wortschlange": Einer fängt z.B. an mit "Baumhaus", der nächste muss dann ein zusammengesetztes Wort mit "Haus" am Anfang finden - z.B. "Hausschlüssel", dann geht es z.B. mit "Schlüsselloch" weiter usw. Spaß kann auch das gute alte Kennzeichenraten bringen - nur sollten Sie dann eine entsprechende Liste haben (gibt's oft im Autoatlas), auf der Sie auch Ihnen unbekannte Kennzeichen herausfinden können. Manche Kartenspiele (z.B. Autoquartett) sind ebenfalls autotauglich. Fantasievolle können sich Geschichten ausdenken und erzählen.
Wenn's heiß wird
Wenn's in den Sommerurlaub geht, müssen Eltern auch an Sonnenschutz denken. Zwar verfügen viele Wagen mittlerweile über eine Klimaanlage. Doch auch bei der muss darauf geachtet werden, dass es weder zu heiß, noch zu kalt wird. Kinder empfinden das oft anders als Erwachsene. Sinnvoll ist auch ein anflanschbarer Blendschutz für die Seitenfenster - besonders Kleinkinder sind ziemlich licht- und hitzeempfindlich. Die richtige Kleidung spielt ebenfalls eine Rolle. Bei längeren Trips sollte man den Kleinen gleich die Schuhe ausziehen für mehr Bequemlichkeit. Weiche, angenehme Kleidung im Schichtprinzip (Jacke drüber, Shirt drunter) macht ebenfalls Sinn. Denken Sie auch an greifbare Wechselwäsche, falls mal was verschüttet wird oder ein anderes Malheur passiert. Guter, alter Trick: Mehrstunden-Fahrten schon am frühen Morgen oder gar in der Nacht beginnen. So können die Kids einen Tteil der Fahrt verschlafen und Sie nutzen die Morgenfrische.
Mach mal Pause
Unterbrechungen alle zwei Stunden sind wichtig, gerade für kleine Mitfahrer. Frische Luft vertreibt leichte Übelkeit, alle sammeln Kraft für den nächsten Abschnitt und eine Pinkelpause ist vermutlich auch fällig. Ist am Rastplatz Fläche dafür, sind Bewegungsspiele wie Fangen & Co. sinnvoll, um den Kreislauf wieder anzukurbeln. Viele Raststätten bieten Spielplätze zum Austoben. Nutzen Sie die Pause für einen Snack. Dafür können Sie auf das Essensangebot der Raststätten zurückgreifen, müssen Sie aber nicht. Gesundes, nicht so teures und leckeres Essen und Trinken lässt sich prima zu Hause vorbereiten und mitnehmen. Auch während der Fahrt ist das praktisch. Ein paar Beeren, Apfelschnitten, Rohkost, warme und kalte Getränke in Trinkflaschen oder Kekse erfrischen und machen Laune. Eine feine Idee sind Mini-Goodies, die Sie für die nächste Pause in Aussicht stellen. Das kann ein neues Schleich-Tier sein, ein Pixiebuch, das Sie dann auch vorlesen, bunte Knete, mit der die Kids gleich spielen können und mehr. Natürlich darf man nicht übertreiben! Wenn ein „Gewohnheitsrecht" auf derlei kleine Gaben entsteht, hat man ein größeres Problem als zuvor. Aber für richtig lange Urlaubsfahrten kann es Sinn machen.
Guter Sitz
Sitzschalen sind für die kurzen Fahrten im Alltag daheim eine praktische Alternative für größere Kiddies. Doch wenn Ihr Kind einen halben Tag im Auto aushalten soll, sollte es schon ein bisschen komfortabler zugehen. Ein bequemer Kindersitz mit Rücken- und Kopfstütze (natürlich alles sicherheitsgeprüft und amtlich zugelassen) ist wesentlich fürs Wohlgefühl während der Fahrt, vor allem auch fürs Schläfchen zwischendurch. Für letzteres sind auch das Schnuffeltuch oder -kissen und das heißgeliebte Kuscheltier förderlich, ohne das Ihr Kind vermutlich ohnehin nicht verreisen will.
Habt Ihr noch weitere Tipps oder Ideen fürs Verreisen mit Kids im Auto? Dann her damit!
Foto: I. Friedrich, www.pixelio.de

Die beste Reisezeit finde ich immer noch Abends. Als unsere Kinder noch klein waren sind wir immer Abends gefahren. ;-) Das Kind Tagsüber richtig austoben lassen, nach dem Abendessen dann Baden und wie immer dann Bettfertig machen. Erst noch bischen spielen lassen und dann wenn das Kind müde ist los fahen. So hat man kein gejammere und kein genörgel. Das funktioniert selbst noch bei Kindern im Alter von 12 oder 13 Jahren.
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Nasses Handtuch in die Hinterscheibe klemmen und schnell zukurbeln! Retrostyle wie Anno 1990 im Passatkombi ans Mittelmeer, nix DVD, nix neue Bibi-CD!
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