Praktisch oder schick? Neu oder gebraucht? Vom Händler oder von privat? Fragen über Fragen für Kaufwillige. Wir haben ein paar Tipps und Regeln zusammengestellt, auf die Sie achten sollten.Autokaufen ist in. Vor allem wenn man ein altes zu verschrotten und sich ein neues leisten kann. Denn noch greift man dann die vom Staat garantierte Umweltprämie ab. Immerhin 2.500 Euro gibt es beim Kauf bis 31.Dezember .2009, wenn die Vorgaben eingehalten werden und noch genug Geld im Fördertopf ist. Ob letzteres zutrifft, kann man fix online überprüfen. - auf www.bafa.de. Auf dieser Website findet man auch das Online-Antragsformular, mit dem seit März diesen Jahres die Umweltprämie reserviert werden kann. Aber Vorsicht: Manch einer soll in der allgemeinen Prämien-Hysterie schon übersehen haben, dass der wert seines alten Autos die 2.500 Euro noch übersteigt. Diese Milchmädchenrechnung geht natürlich nicht auf.
Neu oder gebraucht?
Die Vorteile eines Neuwagenkaufs liegen klar auf der Hand: Mal abgesehen vom Haben-Will-Faktor eines angesagten Modells, bietet ein Neuer den aktuellen Stand der Technik - gerade was sparsames, sicheres und umweltfreundliches Fahren angeht. Verschleißerscheinungen sind erst mal nicht zu erwarten und man muss keine Angst wegen versteckter Mängel haben. Sollte doch mal was sein, gilt zwei Jahre die Sachmängelhaftung des Händlers.
Der größte und schwerwiegendste Nachteil: Die hohen Kosten. Die bewegen viel dazu, sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt umzusehen. Und warum auch nicht?: Hier kann man das schickere Wunschmodell für einen geringeren Preis bekommen, als das wenig geliebte, leistungsschwächere aber eben noch finanzierbare neue Modell. Und wenn man dem Verkäufer vertrauen kann...
Das aber ist der Knackpunkt: Kann man das? Schon beim Unternehmer kann man da Pech haben. Doch immerhin gilt da noch ein ganzes Jahr Sachmängelhaftung. Und ganze sechs Monate lang muss der Händler im Zweifelsfall beweisen, dass der Mangel erst nach dem Kauf entstand. Allerdings kaufen viele ihren gebrauchten von privat und haben damit keinerlei Garantie, dass der neue Alte fehlerfrei funktionieren wird. Was also tun? Am besten folgende Regeln beachten.
Regeln beim Gebrauchtkauf
Gilt auch für den Neuwagenkauf - aber ganz besonders beim Gebrauchtwagenerwerb: Schlau machen, Vergleichen, Unterstützung mitnehmen. Die ersten beiden Punkte beziehen sich auf Ihre Vorarbeit. Es lohnt sich, Prospekte zu wälzen, im Internet Angebote und Kosten zu vergleichen (z.B. hier: Automarkt), Freunde und Bekannte zu löchern und Testberichte zum angepeilten Modell zu studieren. Je mehr Sie wissen, desto weniger laufen Sie Gefahr, getäuscht zu werden, was Ware und Preis angeht. Denn das passiert nur allzu oft, wie ein Test des ADAC bewies: Von 50 verdeckt erworbenen Gebrauchtwagen hielt ein Viertel nicht das, was Händler und Anzeigen versprochen hatten. Erschreckend, oder?
Um so wichtiger ist eine Begleitung. Je fachmännischer die ist, desto besser. Aber allein schon ein zweites Paar Augen ist hilfreich, wenn man das eventuelle Kaufobjekt auf Mängel überprüft.. Gerade beim Kauf von privat sollten Sie auch den Verkäufer scharf unter die Lupe nehmen: Baut er künstlichen Zeitdruck auf, steht sein Name nicht in den Fahrzeugpapieren, quasselt er wie ein Weltmeister, ohne Fakten zu nennen und fängt an zu schwimmen, wenn es um eine mögliche Unfallvorgeschichte des Autos geht, ist definitiv Vorsicht anzuraten. Verdächtig ist es natürlich auch, wenn Papiere (Prüfprotokoll etc.) fehlen oder unvollständig sind. Oder wenn im Fahrzeugbrief schon eine halbe Fußballmannschaft an Vorbesitzern eingetragen ist. Ebenfalls überprüfen: Ist eine regelmäßige Wartung dokumentiert, stimmen die Fahrgestellnummern überein.
Kontrolle ist besser
Jetzt kommt der Wagen dran: Lassen Sie sich Zeit (bis zu zwei Stunden sind realistisch!) und kontrollieren Sie ihn bei Tageslicht sorgfältig und gründlich auf eventuelle Schäden. Besonders nach klassischen "Aufmotz-Manövern" (z.B. Lackspray, Farbe), Reparaturspuren oder kaschierten Unfallschäden (z.B. Beulen im Kotflügel) sollten Sie schauen. Auch unterm Auto, innen und im Motorraum. Natürlich ist Rost ein schlechtes Zeichen, ebenso ein nicht den Vorschriften entsprechender Stand von Öl oder Kühlwasser und nicht optimal schließende Türen. Auch den Zustand der Felgen kann man checken und ob die Reigen gleichmäßig abgefahren sind.
Doch nicht alle Mängel sind leicht erkennbar, gerade für Laien. Und auch wenn Sie mit dem Gebrauchtkauf Geld sparen wollen: Ein Termin beim Profi zur Überprüfung des Fahrzeugs ist gut investiertes Geld. Schließlich geht es um Ihre Sicherheit. Außerdem: Sollten schwerwiegende Schäden vorliegen, können die Sie später teuer zu stehen kommen. der TÜV bietet einen so genannten "Vertrauens-Check" ab 34,90 Euro an.
Einsteigen, losfahren
Wichtiger Bestandteil des Autokaufs: Die Probefahrt. Unternehmen Sie auch die zu zweit und setzen Sie alle Sinne ein. Lauschen Sie auf ungewöhnliche Geräusche, fühlen Sie, ob sich das Getriebe leicht schalten lässt und ob der Wagen auf Ihre Lenkbewegungen optimal reagiert. Testen Sie den Bremsvorgang, die Elektronik (Fensterheber, Klimaanlage & Co.) und die Funktionalität der Inneneinrichtung. Fahren Sie nicht zu kurz und auch mal mit hoher Geschwindigkeit. Nach der Testfahrt ist noch ein kurzer Check fällig: Nichts sollte tropfen, dampfen oder übermäßig erhitzt sein.
Alles fein? Prima: Dann kann's ans Verhandeln gehen. Dabei nicht schüchtern sein: Mit Hartnäckigkeit und guten Argumenten lässt sich noch der eine oder andere Euro sparen. Und wenn's ans Unterschreiben geht, bitte nicht am legendären Kleingedruckten scheitern. Alles lesen und alle Fragen klären. Noch besser: Man verwendet einen Musterkaufvertrag, wie er z.B. vom ADAC angeboten wird.
Nützlich: ADAC-Liste für den Gebrauchtwagenkauf
Foto: SXC

Reigen gleichmäßig abgefahren ???? soll sicher REIFEN heißen !!!
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Nein, Reigen ist zwar ein seltenes Wort ist aber richtig. Damit sind die einzelnen Umlaufenden Flächen, auch "Riemen" genannt, gemeint.
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schwätzer :D
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