Clever Fahren

Essen auf Rädern

Fr 09.Okt. 11:07 von Stefan Weber

Futtern auf der Fahrt ist nix für 10-Gänge-Gourmets. Aber eine feine Sache für Gernefahrer mit wenig Zeit und viel Hunger. Ranfahren, reinsprechen, futtern - so einfach ist das. Oder doch nicht?  Die lustigsten Erlebnisse am Drive-in Schalter...

Was kann einem schon Schlimmes passieren, wenn man sich beim Drive-In schnell mal eine Kleinigkeit zu snacken holt? Eigentlich nichts. Ist ja alles so wunderbar einfach. Vorne wird bestellt, dann fährt man weiter zum Schalter, bezahlt und schon hält man einen saftigen Burger oder einen leckeren Milchshake in den Händen. Eigentlich. Wenn nicht gerade Horst Schlämmer am Schalter sitzt...

Schlämmer im Dienst
Der übernimmt in einem äußerst lustigen Video kurzentschlossen den Job einer Drive-In-Angestellten und setzt sich hinter den Schalter. Gnade den Kunden, die an den stellvertretenden Chefredakteur des Grevenbroicher Tagblatts geraten... Schlämmer fängt nämlich schon bei der Bestellung an, Probleme zu machen. Da kann es dann auch mal passieren, dass er den Wagen einer Kundin kritisiert: „Die Kiste knattert aber auch, dass einem die Ohren wegfliegen. Biste mit’m Motorboot hier?“ Deswegen kann der arme Herr Schlämmer dann auch nicht verstehen, was die gute Frau bestellt und will ihr statt einer Portion große Pommes, russische Pommes geben. Was auch immer das sein mag... Als die Kundin nach dem langwierigen Bestellprozess endlich zum Schalter vorfahren kann, wird sie mit äußerst liebevollen Worten begrüßt: „So´n wilder Hase in so ´ner Weicheikarre. Wie kann denn dat sein, Schätzelein? Fahr vorsichtig. Ganz vorsichtig... mit der Karre. Wo willste noch hin?“ „Nach Düsseldorf.“ „Ich würde mal so sagen: `Toi, toi, toi!´“

Drive-In-Knigge
Ach ja, noch ein gutgemeinter Ratschlag. Wer am Drive-In vorfährt, sollte seine Bestellung doch bitte gleich am Anfang aufgeben und nicht gleich zum Schalter vorfahren. Ansonsten muss man sich auf eine Moralpredigt à la Horst Schlämmer gefasst machen. Und das kann dauern. Herr Schlämmer beschwerte sich bei zwei Kundinnen nicht nur darüber, dass Sie keine Bestellung aufgegeben hatten, sondern gab ihnen auch gleich einen Crashkurs in Sachen Drive-In-Benimmregeln: „Sie haben alle Fehler gemacht, die man machen kann. Ich weiß nicht, woher sie kommen – gar nichts. Sie haben sich vorne nicht vorgestellt. Das ist eine Unhöflichkeit! Auch wenn dat ein Schnellimbiss ist: Bisschen Zeit kann man sich ja wohl nehmen!“ Nur gut, dass die beiden Damen im Auto aussehenstechnisch so ganz nach dem Geschmack von Schlämmer sind. Da bittet er die beiden in seiner gewohnt charmanten Art, sich möglichst weit aus dem Fenster zu lehnen, um die Bestellung entgegen zu nehmen. Denn schließlich hat Horst selbst ja „Rücken“. Die attraktiven Frauen sind für ihn damit „so nah und so unerreichbar!“

Noch weiter geht Horst Schlämmer dann, als er eine hübsche blonde Dame bedienen darf. Als die am Schalter ankommt, ist er kaum noch zu bremsen: „Hallo Schätzelein, du bist ja noch wilder als in meiner Fantasie!“ Und weil ihm die Kundin so ausgesprochen gut gefällt, beendet er kurzerhand seinen Dienst und setzt sich zu ihr ins Auto: „Schätzelein, ich weiß, du wunderst dich jetzt. Aber ich bin heute auch zum Mitnehmen.“ Ihr wollt am Drive-In lieber Burger mitnehmen als Horst Schlämmer? Dann solltet Ihr Euch besser an Stefan Raab halten.

Raab in Gefahr
In einer „Raab in Gefahr“-Folge übernimmt der Moderator den Job der automatischen Bestellaufnahme in einem Drive-In. Da bittet er die Kunden dann schon mal drum, ihre Bestellung singend aufzugeben, weil man dann nichts bezahlen muss. Oder er liest ihnen die gesamte Speisekarte vor, bis sie beim gewünschten Produkt „Ja“ sagen. Das war´s dann wohl mit dem schnellen Snack zwischendurch...

Affenartig
Aber man braucht nicht unbedingt einen Horst Schlämmer oder Stefan Raab, um am Drive-In skurrile Dinge zu erleben. Ein schönes Beispiel ist ein Kunde in Mainz. Dieser bestellte, nichts Böses ahnend, zwei Cheeseburger, als ein Mann im Affenkostüm am Schalter auftauchte, der verdutzten Angestellten die Burger aus der Hand riss und wegrannte. Die Fahndung der Polizei nach dem Täter blieb ergebnislos. Wert der Beute: zwei Euro. Ob es sich lohnt, sich dafür in ein Affenkostüm zu zwängen?

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten
Mittlerweile wissen wir ja, dass man in den USA eigentlich gegen alles klagen kann. Zum Beispiel wenn man, wie eine 81-jährige Amerikanerin, im Drive-In einen Kaffee ordert, sich das Heißgetränk zwischen die Beine klemmt um Milch und Zucker hinzuzufügen ...und sich dabei verbrennt. Weil die Dame sich Verbrennungen dritten Grades zugezogen hatte, bekam sie von der Fastfood-Kette sage und schreibe 2,7 Millionen Dollar Schadensersatz. Und das für einen Becher Kaffee...

Auf YouTube könnt Ihr Euch die echt lustigen Videos mit Horst Schlämmer und Stefan Raab anschauen. Macht total Laune. Danach ist man froh, wenn man selbst noch nie eine Bestellung singend aufgeben hat oder sich gar über richtiges Benehmen am Drive-In aufklären lassen musste.

Was waren Eure Drive-In-Erlebnisse der etwas anderen Art?

Foto: Pixelio, Thomas Max Müller

  • Comments 1 - 2 of 2
  1. meien witzigste erfahrung war als mein kumpel rückwaärts durch den drive in fuhr und ich bestellen musste da haben alle echt nicht schlecht gestaunt und dumm geguckt xD Der hammer Ist nur weiter zu empfehlen LG

    From christos_garnetidis on Di 13.Okt. 23:32
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  2. Das heißt "Drive through" in englischsprachigen Ländern!!! Deutschland und englisch... @christos_garnetidis, In einem dt. Mc Donalds könntest Du bei mir auch als beim Vorwärtsfahren als Beifahrer bestellen, da ich einen Right-Hand Driver habe...

    From snoopye1970 on Mi 14.Okt. 01:45
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  • Comments 1 - 2 of 2

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