Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans wurde zu ersten Mal im Jahre 1923 ausgetragen und ist zweifelsohne das berühmteste Ausdauerrennen der Welt. Aber wie viel wissen Sie darüber?
Wir präsentieren ihnen 24 Fakten zum Rennen. Genug, um die Quizrunde in der Stammkneipe erfolgreich zu absolvieren - und um sogar im Gespräch mit Motorfanatikern zu punkten.
- Die Strecke von Le Mans hat sich über die Jahre ein wenig verändert, ist aber im Wesentlichen der gleiche Kurs wie noch vor 80 Jahren. Sie ist 13.83 km lang - was der Länge von 90,680 "Saucisse de Toulouse" entspricht. Würde jeder Zuschauer während des Rennens zwei dieser Würstchen essen, dann würden die regionalen Spezialitäten aneinandergereiht die Strecke fünfeinhalb Mal umrunden.
- Der größte Teil von Steve McQueens Film „Le Mans" wurde tatsächlich während des Rennens 1970 gedreht. Aber der Porsche 908, in dem die Kamera war, belegte keinen vorderen Platz, da beim Boxenstopp nicht nur getankt wurde, sondern auch die Filmrollen ausgewechselt werden mussten.
- Der Audi R10 TDI gewann 2006 als erstes Dieselfahrzeug das 24 Stunden Rennen von Le Mans. Tatsächlich hatte es zuvor noch kein dieselbetriebenes Fahrzeug überhaupt über die Ziellinie geschafft. Das mit Shell V-Power betankte Gefährt gewann 2007 und 2008 erneut und vervollständigte somit den Hattrick der Audi-Shell Partnerschaft.
- Am häufigsten gewann Porsche das 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit 16 Siegen zwischen 1970 und 1998.
- In diesem Jahrhundert konnte Audi die meisten Siege für sich verbuchen. Von 2000 bis 2008 gewannen sie fast jedes Mal. Nur 2003 siegte Bentley (die aber zu Mutterfirma von Audi gehören).
- Der erfolgreichste Fahrer aller Zeiten ist der Däne Tom Kristensen mit acht Siegen. Er hält auch den Rekord der meisten Siege in Folge: Von 2000 bis 2005 gewann er sechs Mal.
- Das Siegerauto aus dem Jahr 1923 fuhr 128 Runden bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 92,04 km/h. Der Gewinner des Jahres 2008 fuhr 381 Runden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 216,36 km/h.
- Shell, seit 2006 der offizielle Kraftstofflieferant des 24-Stunden-Rennens von Le Mans, wird dieses Jahr ungefähr 260.000 Liter Benzin und Diesel zur Verfügung stellen. Genug, um einen Toyota Aygo sieben Mal zum Mond hin und zurück zu fahren. Die V-Power LM24 Rennkraftstoffe sind vergleichbar mit den V-Power Produkten an der Zapfsäule- wenngleich erstere den Bedingungen eines Ausdauerrennens angepasst wurden.
- In Le Mans kam es zum schlimmsten Unfall in der Geschichte des Motorsports. 1955 prallte der „Herrenfahrer" Pierre Levegh gegen die Balustrade und sein brennender Mercedes flog in die Zuschauermenge. Die umherfliegenden Teile töteten 82 Menschen und verletzten weitere 100.
- Für den Red Bull F1 Fahrer Mark Webber gilt der Spruch vom gebrannten Kind, das das Feuer scheut, nicht. Als er 1999 für Mercedes fuhr, überschlug sich sein CLR-GT1 im Qualifying. Er bliebt unverletzt, wiederholte dieses "Kunststück" aber gleich noch mal im Warm-Up.
- Während des 1999er-Rennens selbst überschlug sich Webbers Teamkollege Peter Dumbreck in seinem CLR und sorgte damit für den denkwürdigsten Crash der letzten Jahre. Sie können ihn hier ansehen.
- Die höchste Geschwindigkeit auf der Geraden, die in Le Mans jemals erreicht wurde, beträgt 407 km/h. Das Team von Peugeot erreichte sie im Jahr 1988. Es ist unwahrscheinlich, dass dieser Rekord jemals gebrochen werden wird, da die Mulsanne Straight (in Frankreich als „Les Hunandieres" bekannt) seitdem durch zwei Schikanen verlangsamt wurde.
- Wissenschaftler führen im Streckenlabor von Shell ausführliche Tests durch, um eine gleichbleibend hoge Kraftstoff-Qualität und -Leistung zu gewährleisten. Die großen Distanzen, die die Autos bei diesem Rennen überwinden, führen dazu, dass eine Analyse dieses einen Wochenendes derjenigen einer gesamten Formal-1-Saison entspricht.
- Die Champagnerdusche ist keine uralte Tradition des Motorsports. Der Erste war der amerikanische Fahrer Dan Gurney, der 1967 nach seinem Sieg in einem Ford eine Flasche Moet et Chandon überreicht bekam. Er schüttelte sie und duschte erst den Ford Chef Henry Ford II und dann den Renn-Ingenieur Caroll Shelby (den bekannten Schöpfer der legendären Shelby AC Cobras), bevor er die Menge bespritzte.
- Teile der Strecke dienen normalerweise als reguläre Straßen. Die Mulsanne Straight (Les Hunandieres) ist Teil der RN138 zwischen Tours and Rouen.
- In den 1920er und 1930er Jahren dominierte Bentley in diesem Sport. Modellnamen wie Mulsanne und Arnage beziehen sich auf Streckenabschnitte von Le Mans.
- Dieses Jahr schickt Audi drei dieselbetriebene R15 TDI ins Rennen. Sie wurden beim 12-Stunden-Rennen von Sebring im März 2009 vorgestellt - den führenden R15 TDI fährt das Dreamteam Dindo Capello, Tom Kristensen und Allan McNish gefahren.
- Seit 1970 gibt es in Le Mans den fliegenden Start. Das Rennen beginnt erst, wenn die französische Flagge geschwenkt wird. Vorher rannten die Fahrer von ihren Boxen zu den bereitstehenden Autos und fuhren einfach los - das war dann doch ein bisschen gefährlich.
- Die einzige japanische Firma, die in Le Mans jemals gewan, ist Mazda. Sie schafften es 1991 in einer mit Drehwankelmotor betriebenen 787. Sie sind heute einzigen Hersteller, die einen derartigen Motor für Rennautos herstellen.
- Jedes Auto muss mindestens drei Fahrer haben. Kein Fahrer darf länger als vier Stunden am Stück oder mehr als 14 Stunden insgesamt fahren.
- Wenn Sie zwei sportliche Erlebnisse verbinden wollen: Am Südende des Kurses befindet sich ein Golfplatz: "Le Mans Golf des 24 Heures ".
- Der ehemalige Formel-1 Star Eddie Irvine erzählte kürzlich dem V-Power Magazin, dass das 24-Stunden-Rennen von Le Mans das einzige sei, für das ein Comeback in Frage käme. Aber er schätzt die anderen Fahrer nicht besonders: „Die Strecke ist voller Idioten, die nicht fahren können, deswegen ist es mir zu gefährlich."
- Einige Videospiele, darunter 'Race Driver Grid' (für verschiedene Plattformen) und 'Gran Turismo 4' (PlayStation 2), ermöglichen es dem begeisterten Spieler, das 24-Stunden-Rennen von Le Mans in Echtzeit nachzuspielen. Die Frage, warum man das machen wollen sollte, ist eine andere.
- Der Gewinnwagen des letzten Jahres, der Audi R10 TDI, vollendete 381 Runden. Das entspricht der 1,3-fachen Flugstrecke von New York nach Los Angeles. Innerhalb der 24 Stunden legte das Team nur 34 Boxenstopps ein - weit weniger als die Konkurrenz.
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