Hollywood lässt bitten

Zum Jahresende treffen sich die Automobilhersteller in Los Angeles um die letzten Neuheiten von 2012 zu präsentieren.

In einem der weltweit wichtigsten Automärkte der Welt, dem amerikanischen Bundesstaat Kalifornien, läuten die Autohersteller das Jahresende ein. Doch noch vor dem Einsetzen des bis Mitte Januar andauernden automobilen Winters, werden im sonnigen Los Angeles die letzten Weltpremieren des Jahres aus dem Hut gezaubert. Nicht alle von ihnen werden auch in Europa erhältlich sein, doch lohnt sich ein genauer Blick in den fernen Westen.

631 PS starker Mercedes

Dem Image des umweltbewussten Kaliforniens folgend stehen natürlich auch in diesem Jahr wieder vereinzelt Elektrofahrzeuge zum Bewundern bereit. Allerdings zeigt die auffallend geringe Anzahl der Modelle schon heute, dass der große Hype um das lautlose und vor allem lokal saubere Fahren abgeklungen ist. Neben den reinen Elektrofahrzeugen Fiat 500 e, Chevrolet Spark EV sind zudem noch der VW Jetta Hybrid, der Ford Fusion Energi Plug-in-Hybrid, der Ford C-Max Energi Plug-in-Hybrid sowie der Honda Accord Plug-in-Hybrid zu sehen. Der 136 PS starke und über ein permanent anliegendes Drehmoment von gewaltigen 540 Newtonmetern verfügende Chevrolet Spark EV soll nach seiner Einführung in den USA auch in anderen Märkten angeboten werden. Nicht nur zu Anfang, sondern ausschließlich für den amerikanischen Markt vorherbestimmt ist der Kia Forte. Der Drei- und Fünftürer wird der Nachfolger des Kia Cerato.

Aus Deutschland und auch für Deutschland kommen Neuheiten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Da wäre zum eine das neue VW Beetle Cabrio, welches sein Stoffverdeck vollautomatisch öffnet und wieder schließt. Zum anderen zeigt die Affalterbacher Motorenschmiede AMG eines der stärksten Stern-Fahrzeuge, das es jemals gab. Der Mercedes SLS AMG Black Series bringt 631 PS über seine Hinterräder auf die Straße und rast innerhalb von 3,6 Sekunden aus dem Stand bis Tempo 100.

Gestreckter Santa Fe

Nicht ganz so muskelbepackt, aber dennoch für ordentlich Fahrspaß sorgend, präsentiert Porsche den neuen Cayman. Er hat zehn PS mehr als sein Boxster-Bruder, mit dem er sich zu großen Teilen die Technik teilt. Aus dem Süden Deutschlands und dem dort zumindest auch an den Temperaturen zu erkennenden Winter kommt die BMW-Studie Concept K2 Powder Ride. Die auf dem X1 basierende Studie ist eine Kooperationsleistung zwischen BMW und dem Wintersportausrüster K2. Gleichzeitig präsentieren die Münchener ein weiteres Modell ihrer i-Reihe, den i3 Concept Coupé. Das erste vollelektrische Fahrzeug von BMW, welches aus den i-Konzepten entstehen soll, wird laut BMW zu fast 90 Prozent dem i3 entsprechen.

Um zwei Buchstaben und 40 PS erstarkt ist der Jaguar XFR-S. Der auf 550 PS aufgepumpte XF sorgt mit seinem 5,0 Liter großen V8-Motor für ein maximales Drehmoment von 680 Newtonmetern, mit dem sich ausschließlich die Hinterräder beschäftigen dürfen. Neuwagenkunden, die mehr Wert auf ein großzügiges Platzangebot als auf pure Power legen, könnten im kommenden Jahr mit der Langversion des Hyundai Santa Fe auf dem richtigen Weg sein.

Ebenfalls gewachsen, nämlich um genau 20,5 Zentimeter, ist der Toyota RAV4. Mit seiner 4,57 Meter messenden Länge und seinem deutlich aggressiveren Design hat er nicht mehr viel mit seinem Vorgänger gemeinsam. Rein geschmacklich überhaupt nichts mit einander gemeinsam scheinen ein normaler Smart und der Designversuch Smart Forjeremy zu haben. Das kommt davon, wenn ein ausgeflippter Designer auf ein kleines Automobil trifft. Wesentlich größere Chancen auf eine Verwirklichung kann sich die Designstudie Mercedes Ener-G-Force machen. Das Konzeptfahrzeug ist Teilnehmer des Wettbewerbs \"Kreieren Sie ein Polizeiauto für das Jahr 2025\". Das mit Absicht an das bekannte G-Modell von Mercedes erinnernde Vierradmonster macht zumindest Lust auf die Zukunft.