Japanischer Golfjäger

Von wegen auf dem Pariser Autosalon blicken alle nur auf die Kompaktklassemodelle VW Golf und Seat Leon. An der Seine feiert auch der Toyota Auris seine Premiere.

Es ist eine schwere Aufgabe, die europäischen Kompaktklasse-Platzhirsche VW Golf, Opel Astra und Seat Leon in den Schatten zu drängen. Doch Toyota will sich nicht verstecken und zeigt sein neues Kompaktklassemodell Auris ebenfalls auf der Pariser Leistungsschau. Passend zur großen Golf-Show an der Seine lässt Toyota seinen Goldjungen Auris in hellem Glanz erstrahlen.

Hybrid-, Benzin- und Dieselmotoren verfügbar

Das Design wird es dem Toyota Auris auf dem europäischen Markt nicht einfach machen. Präsentiert sich der japanische Gegner von Golf, Focus und Co von vorn noch im neuen Markenstyling des kleineren Yaris, so wirkt das Heck zerklüftet und wenig dynamisch. Mit seiner um 55 Millimeter reduzierten Höhe gehört er zu den niedrigsten Fahrzeugen im Kompaktklasse-Segment. Der dadurch resultierende niedrigere Schwerpunkt soll seine Handlingeigenschaften verbessern und für mehr optische Sportlichkeit sorgen. In der Länge ist der Auris um 30 Millimeter auf 4,28 Meter angewachsen. Nicht weniger überraschend zeigt sich das Armaturenbrett, das sich nahezu senkrecht vor Fahrer und Beifahrer aufbaut. Der Kofferraum fasst 360 Liter Gepäck. Die serienmäßig verbauten LED-Tagfahrlichter unterstreichen das neue Markengesicht.

Wie schon sein Vorgänger wird der im britischen Werk Burnaston vom Band laufende Japaner mit auch mit einem Hybridantrieb zum Kauf angeboten. Die Hybrid-Version des Vorgängermodells wurde 60.000 Mal geordert und ist hinter dem Konzernbruder Prius somit das zweiterfolgreichste Hybridfahrzeug Europas. Das Motorenangebot des neuen Toyota Auris präsentiert sich ähnlich dem aktuellen Modell. Neben dem Hybridantrieb sollen zwei Dieselmotoren mit 1,4 und 2,0 Liter Hubraum sowie zwei Benzinaggregate mit 1,3 und 1,6 Liter Hubraum zur Wahl stehen.